557, 1-3

 

L: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

G: Amen

 

L: Unsere Hilfe kommt von dem Herrn

 

G: Der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Ein Haus wird 50 – Sängerinnen und Sänger treffen sich zum Feiern. Das soll ein Anlass für einen Festgottesdienst sein? Die meisten Häuser in Sterkelshausen sind deutlich älter als 50 und Sängerinnen und Sänger brauchen doch keinen besonderen Anlass zum Feiern oder doch?

 

Doch, wenn ein Haus 50 wird, ist das ein Anlass zum Feiern. Wenn ein Mensch 50 wird feiern wir doch auch; oder wenn eine Ehe 50 wird. Betrachten wir doch mal das Jubiläum des DGH’s als ein Ehejubiläum; eine Ehe zwischen einem Haus und den Menschen, die drum herum leben. Und was darf bei einem Ehejubiläum nicht fehlen? Sicher ein Chor. Und weil ein Haus viel größer ist als nur zwei Menschen, brauchen wir auch viel mehr Chöre zum singen. Allerdings singt im Gottesdienst nur ein Chor, sozusagen einer der Hausherren. Und den wollen wir auch gleich hören. Passend zur Uhrzeit singt der

 

Männerchor Baumbach-Sterkelshausen-Weiterode Das Morgenrot

 

Psalm 127

 

An Gottes Segen ist alles gelegen

 

Von Salomo, ein Wallfahrtslied.

 

Wenn der HERR nicht das Haus baut,

 

so arbeiten umsonst, die daran bauen.

 

Wenn der HERR nicht die Stadt behütet,

 

so wacht der Wächter umsonst.

 

Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht

 

und hernach lange sitzet

 

und esset euer Brot mit Sorgen;

 

denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

 

Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN,

 

und Leibesfrucht ist ein Geschenk.

 

Wie Pfeile in der Hand eines Starken,

 

so sind die Söhne der Jugendzeit.

 

Wohl dem, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat!

 

Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden verhandeln im Tor.

 

Denn an Gottes Segen ist alles gelegen

 

Kommt lasst uns ihn anbeten

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn

 

Tagesgebet

 

Guter Gott, nach dem wir schon zwei Tage gefeiert haben, wollen wir heute den Abschlussfeiertag begehen. Und wie es sich für einen Feiertag gehört, sind wir zusammen gekommen um Gottesdienst zu feiern. Guter Gott, mancher mag noch ein bisschen müde sein von den ersten beiden Abenden, andere sind taufrisch und freuen sich auf das was kommen mag.

 

Wir bitten dich, sei du bei uns allen mit deinem Segen, geleite uns durch diesen Feiertag und hilf uns, bei allem Feiern dein Wort nicht zu vergessen und deine Tat zu tun.

 

Amen

 

Schriftlesung: Phil 3,7-11.12-14 aus der Guten Nachricht

 

Aber dies alles, was mir früher als Vorteil erschien, habe ich durch Christus als Nachteil erkannt. Ich betrachte überhaupt alles als Verlust im Vergleich mit dem überwältigenden Gewinn, dass ich Jesus Christus als meinen Herrn kenne. Durch ihn hat für mich alles andere seinen Wert verloren, ja, ich halte es für bloßen Dreck. Nur noch Christus besitzt für mich einen Wert. Zu ihm möchte ich um jeden Preis gehören. Deshalb will ich nicht mehr durch mein eigenes Tun vor Gott als gerecht bestehen. Ich suche nicht meine eigene Gerechtigkeit, die aus der Befolgung des Gesetzes kommt, sondern die Gerechtigkeit, die von Gott kommt und denen geschenkt wird, die glauben. Ich möchte vor Gott als gerecht bestehen, indem ich mich in vertrauendem Glauben auf das verlasse, was er durch Christus für mich getan hat. Ich möchte nichts anderes mehr kennen als Christus: Ich möchte die Kraft seiner Auferstehung erfahren, ich möchte sein Leiden mit ihm teilen. Mit ihm gleich geworden in seinem Tod, hoffe ich auch, zur Auferstehung der Toten zu gelangen. Ich meine nicht, dass ich schon vollkommen bin und das Ziel erreicht habe. Ich laufe aber auf das Ziel zu, um es zu ergreifen, nachdem Jesus Christus von mir Besitz ergriffen hat. Ich bilde mir nicht ein, Brüder und Schwestern, dass ich es schon geschafft habe. Aber die Entscheidung ist gefallen! Ich lasse alles hinter mir und sehe nur noch, was vor mir liegt. Ich halte geradewegs auf das Ziel zu, um den Siegespreis zu gewinnen. Dieser Preis ist das ewige Leben, zu dem Gott mich durch Jesus Christus berufen hat.

 

Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Halleluja

 

Halleluja

 

Glaubensbekenntnis

 

Ich glaube an Gott, den Vater,

 

den Allmächtigen,

 

den Schöpfer des Himmels und der Erde.

 

Und an Jesus Christus,

 

seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,

 

empfangen durch den Heiligen Geist,

 

geboren von der Jungfrau Maria,

 

gelitten unter Pontius Pilatus,

 

gekreuzigt, gestorben und begraben,

 

hinabgestiegen in das Reich des Todes,

 

am dritten Tage auferstanden von den Toten,

 

aufgefahren in den Himmel;

 

er sitzt zur Rechten Gottes,

 

des allmächtigen Vaters;

 

von dort wird er kommen,

 

zu richten die Lebenden und die Toten.

 

Ich glaube an den Heiligen Geist,

 

die heilige christliche Kirche,

 

Gemeinschaft der Heiligen,

 

Vergebung der Sünden,

 

Auferstehung der Toten

 

und das ewige Leben.

 

Amen.

 

Lied 497, 1-3+8

 

Der Friede unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen. Amen

 

Predigt

 

Wer hat was für mich getan?

 

Blick zurück

 

Blick ins Jetzt

 

Wer wird etwas für mich tun?

 

Und für wen tue ich etwas?

 

Blick nach Vorne

 

Aus der Sicht des Dorfes

 

Aus der Sicht des Hauses

 

Aus der Sicht von Gottfried und Paulus

 

Liebe Festgemeinde,

 

ein Haus wird 50 und in den vergangenen beiden Tagen wurden Blicke zurück geworfen. Vor 50 Jahren hat jemand anders auf der Kanzel gestanden und zu einem Vers aus Psalm 127 gepredigt:

 

Wenn der HERR nicht das Haus baut,

 

so arbeiten umsonst, die daran bauen.

 

Im Predigttext aus dem Philipperbrief hat Paulus einen Blick zurück geworfen und sich Gedanken um sein Haus des Glaubens und seines Lebens gemacht. Und jetzt möchte ich Ihnen noch jemanden vorstellen, der einen Blick zurück wirft auf sein Haus des Lebens. Das klingt alles etwas verworren, aber ich will versuchen, diese unterschiedlichen Blicke zurück in einen Blick nach vorne zu konzentrieren. Doch zuerst kommen wir zu Gottfried. Ich weiße gleich daraufhin, dass Ähnlichkeiten mit Anwesenden oder anderen Menschen aus Sterkelshausen und Umgebung rein zufällig sind.

 

Gottfried saß ungeduldig am Küchentisch. Schon vor vier Wochen hatte er seinen Enkel Jakob gefragt, ob dieser einmal auf den Dachboden gehen könne, um die Kiste mit der Aufschrift »Kinder- und Jugendzeit« herunter zu holen! Gottfried konnte die Stufen zum Dachboden selbst nicht mehr hochgehen, die Kraft in den Beinen reichte dazu einfach nicht mehr aus. Gottfried seufzte. Vor 50 Jahren hat er die Kiste auf dem Dachboden versteckt. Damals hat er sich von seiner Kindheit und Jugend endgültig verabschiedet.

 

Und jetzt, wo er sie unbedingt haben wollte, hatte es Vier Wochen gedauert, bis Jakob endlich hoch ging und sie brachte. Vier Wochen, in denen Gottfried nicht nur ungeduldig wurde, sondern auch wütend. Wütend, dass sein Enkel ihn vier Wochen hatte warten lassen. Wütend, dass er sich ohne Hilfe nicht mehr frei bewegen konnte in seinem Haus!

 

Er ballte die Faust. Sein Haus, das er selbst gebaut hatte. Es war einfach nicht ausgelegt für einen alten Mann mit Rollator, für einen, der Treppen nicht mehr steigen konnte.

 

Er wollte sich wieder bewegen können wie früher, er wollte selbst auf den Dachboden gehen, aber er konnte nicht! Er wollte nicht alt sein. Aber er war alt. Das Haus war alt. Die Kiste war alt.

 

Gottfried hoffte auf die Kiste, auf der mit großen Buchstaben stand: »Kinder- und Jugendzeit«. Denn dort hinein hatte er vor Jahrzehnten all seine Erinnerungen gepackt, den Teddy, der ihn in den Schlaf begleitet hat, das Spielzeugauto, das sein Vater ihm von unterwegs mitgebracht hatte und sein kleines Holzkreuz, das sein Großvater für ihn geschnitzt hatte. Das kleine Holzkreuz, das für Gottfried früher ein treuer Freund und Beschützer war. Egal wie ohrenbetäubend es draußen donnerte und blitzte, das Holzkreuz in der eigenen Hand, fühlte sich Gottfried von einer unsichtbaren Hand beschirmt. Egal wie sehr seine Mutter schimpfte, weil die Hose dreckig war und die Knie aufgerieben, das Holzkreuz zwischen den Fingern, und Gottfried wusste, es würde alles wieder gut. Dieses Gefühl von Geborgenheit, dieses Gefühl, dass alles in Ordnung ist, danach sehnte sich Gottfried und darauf hoffte er, als die Kiste endlich vor ihm stand.

 

Gottfrieds Hände zitterten, als er die Kiste aufmachte. Er musste ein wenig kramen, aber dann hatte er es endlich gefunden: Sein kleines Holzkreuz! Er nahm es vorsichtig aus der Kiste und legte es vor sich auf den Tisch. Endlich: sein Freund und Beschützer aus Kindertagen.

 

Ich habe es Ihnen mitgebracht, Gottfrieds Holzkreuz, dass 50 Jahre auf dem Dachboden in einer Kiste lag und darauf wartete, neu entdeckt zu werden. Sicher, es wäre unfair, wenn ich es für mich behalten würde. Daher bitte ich jetzt den Männerchor, das nächste Lied zu singen und in dieser Zeit geht das Kreuz von Hand zu Hand durch den Raum. Achten Sie darauf, dass es jeder einmal in die Hand nehmen kann, bevor es nachher bei mir wieder landet.

 

Und wenn der Chor mit seinem Gesang früher fertig sein sollte, dann geht dies kleine Holzkreuz eben auch noch während dem zweiten Teil der Predigt von Hand zu Hand. Nicht vergessen, jeder soll es einmal in der Hand gehabt haben, auch die Männer, die uns jetzt des Schäfers Sonntagslied singen.

 

Männerchor Schäfers Sonntagslied

 

Zwei Männer, die zurück schauen, Gottfried und Paulus. Der Psalmbeter, der zurück und nach vorne schaut und dazwischen wir, die Festgemeinde, die feiert, dass ein Haus 50 Jahre lang da war.

 

Gottfried sucht, was ihn in der Vergangenheit gehalten hat, was ihn durch seine Kinder- und Jugendzeit geleitet hat und was er heute so dringend wieder braucht, sein Holzkreuz, das gerade durch Ihre Finger gegangen ist.

 

Und dann ist da Paulus, der beschreibt, was er alles falsch gemacht hat. Er erzählt, wie er Gott mit Füßen und die Buchstaben eines uralten Gesetzes hochgehalten hat. Erst als er zulassen konnte, dass sich die Dinge in ihm veränderten, konnte er die Fesseln ablegen, die ihn sein Leben lang gehalten hatten.

 

Bleiben wir einen Moment bei Paulus. Er macht es sich leicht. Das, was mal war, soll weg. Es ist Dreck. Es wäre ja so schön, wenn es so einfach wäre. Nehmen wir dieses Haus als Beispiel. Wieviel Erinnerungen an Unschönes, an Unangenehmes wird es mit sich tragen? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich schon oft hier war, meist zu Beerdigungskaffees. Es war gut zusammen zu sein, aber der Grund war nicht schön. Er hatte immer etwas mit Verlust zu tun. Welche Entscheidungen hier wohl schon getroffen worden sind, die mancher gerne hätte wieder rückgängig gemacht? Aber auch welche positiven Ideen hier geboren sind, welche Hochzeiten hier gefeiert wurden und welche wunderbare Musik der unterschiedlichsten Arten hier zu hören war?

 

Erinnerungen dienen dazu, alte Wege zu bedenken und daraus neue Lehren zu ziehen. Das ist etwas, dass uns Menschen schwer fällt, zumal wir manches nicht umkehren können. Sind wir immer unseren Verpflichtungen nachgekommen? Haben wir im fröhlich gelebten Glauben Leben gestaltet?

 

Paulus hatte vielleicht gerade mal 50 Jahre auf dem Buckel, als er seine Zeilen schrieb und sein Blick zurück war ganz offenbar verbittert. Jetzt, wo sich ihm ein neues Ziel aufgetan hat, da kann er den Ansprüchen, die mit diesem Ziel verbunden sind, nur unvollkommen nachkommen. Aber er lernt aus seiner Vergangenheit, wer nicht den Mut hat, Dinge anzupacken, der wird auch nichts verändern.

 

Dieser Neubau vor 50 Jahren hat das Dorf verändert. Die alte Schule, die oberhalb dieses Hauses war, ist heute ein Wohnhaus. Die Kirche, die immer noch da ist, würde sich bestimmt an manchen Tagen an mehr Leben erfreuen. Und Gottfried sucht nach 50 Jahren das Holzkreuz aus seiner Kindheit das ihn gehalten hat.

 

Erinnerungen an ein Leben. Und dann? Wie ist es mit 50? Wie geht es da unserem Haus? Oder wie geht es den 50-jährigen unter uns?

 

Mancher von Ihnen erinnert sich vielleicht zurück. Vor knapp zwei Jahren haben wir in einem anderen DGH, nebenan in Oberellenbach meinen 50.sten Geburtstag gefeiert. Aber was soll ich Ihnen sagen? Erinnerungen sind ja schön und gut, aber seit dem ich die 50 voll habe, merke ich es an allen Ecken und Enden: Der Rücken will nicht mehr so, ein paar Meter Holz und schon ist der Hexenschuss da. Und wer mich gelegentlich von hinten sieht, dem ist sicher aufgefallen, dass die Eindeckung (Kopfhaar) langsam nachgibt, ja und schließlich die internen Systeme, die nicht mehr so funktionieren. Ohne mein Spritzentäschchen gehe ich doch kaum noch aus dem Haus(Diabeties). Ja, lachen Sie nur, so ist das wenn man 50 wird. Und vielleicht geht es diesem unserem Haus genauso.

 

Nein bitte, ich bin kein altes Haus. Und auch das DGH ist kein altes Haus, zumindest nicht im Vergleich zu vielen anderen im Dorf. Schauen Sie nur auf die andere Straßenseite: Die Kirche wurde 1774 eingeweiht, ist also im Vergleich zum DGH wirklich ein alter Herr mit 242 Jahren.

 

Höre ich da ein leises Stöhnen? In acht Jahren noch ein Jubiläum? Wir werden sehen.

 

Zurück zu unserem DGH, das sich ein bisschen wie Gottfried, ein bisschen wie Paulus und vielleicht auch ein bisschen wie ich fühlt. Bei allen gemachten Fehlern, bei allen schönen Feiern, bei allen nachdenklichen Zusammentreffen gibt es etwas das hält. Etwas, dass Paulus und Gottfried und mir gemeinsam ist und ich denke, auch Ihnen und diesem Haus.

 

Da ist dieses Holzkreuz, mit dem sich die Vergangenheit gut anfühlt. Da ist dieses Kreuz, dass Geborgenheit, Trost und eine Zukunft schenkt. Mit seinem Holzkreuz hatte sich für Gottfried alles gut angefühlt, so wie Paulus, nachdem er das Kreuz Christi endlich für sich entdeckt hat.

 

Aber das ist 50 Jahre her – und jetzt? Nichts! Kein Gefühl von Geborgenheit. Kein Gefühl, dass alles gut wird.

 

Stattdessen schlug über Gottfried alles zusammen. Er hatte Angst. Angst vor dem Sterben. Angst vor dem Alleinsein. Er war wütend über das Alter. Das Holzkreuz konnte ihm nicht helfen. Gottfried fühlte sich elend.

 

Geht es unserm DGH auch so? Braucht es vielleicht eine Renovierung wie das Fundament des Paulus renoviert wurde? Den Dreck wegwerfen und auf die Zielgerade einbiegen?

 

Da stieg Gottfried plötzlich der Geruch von Holzkohle in die Nase. Jakob, sein Enkel, hatte den Grill angefeuert und seine Freundin Lena hatte den Tisch gedeckt und trällerte fröhlich ein Lied, während sie den Nudelsalat reinbrachte. Gottfried liebte Gegrilltes und Nudelsalat.

 

Jakob, dachte Gottfried, weiß nicht, was es heißt, alt zu sein. Er weiß nicht, was es heißt, wenn der Mensch, mit dem du dein ganzes Leben verbracht hast, nicht mehr da ist. Er weiß nicht, wie es ist, auf ein Leben voller Fehler zurück zu schauen, wie Paulus das getan hat.

 

Und eigentlich, überlegte Gottfried weiter, ist das ja auch ganz schön, dass Jakob all das nicht weiß. Denn es gibt auch noch so viele schöne Dinge, von denen er noch nichts weiß, die er aber hoffentlich noch erleben wird: Freude über trippelnde Füßchen der eigenen Kinder oder Freude darüber, dass die geliebte Frau 50 Jahre mit einem ausgehalten hat!

 

Oder die Freude, am Küchentisch zu sitzen, während der eigene Enkel draußen am Grill steht und dessen Freundin Nudelsalat abschmeckt.

 

Für den Augenblick war Gottfried versöhnt. Für den Augenblick war er versöhnt mit dem Alter und mit seinem Leben. Für den Augenblick fühlte er sich geborgen. Gottfried durfte hoffen, hoffen, dass Gott ihn am Ende der Zeit für immer mit seinem Leben versöhnt.

 

Sehen Sie, während ich hier predige, laufen da draußen die Vorbereitungen für das Mittagessen. Vielleicht sehnt sich unser DGH nach all den Jahren nach einem neuen Dach, neuen Leitungen oder einer Solaranlage, oder einfacher ausgedrückt, nach einem Blick in eine positive Zukunft. Aber heute, wenn die Menschen dieses Haus feiern, in und mit diesem Haus feiern, da freut es sich sicherlich über den Grillgeruch, den Kaffeeduft und jeden, der gekommen ist. Da ist es mit Sicherheit froh, dass die Jungen, die da sind, all diese Feiern noch vor sich haben, und dass es in diesem Haus weiterhin etwas zu feiern gibt.

 

Und sollte sich irgendwo und irgendwann die Möglichkeit ergeben, dann baut doch dieses kleine Holzkreuz mit ein, dass alle in den Händen hatten. Ein Zeichen dafür, dass Gottes guter Segen schon 50 Jahre in diesem Haus zuhause war und bestimmt noch viele weitere Jahre weiterhin zuhause sein wird - solange sich die Menschen frei und sich gegenseitig annehmend hier treffen, zum feiern, zum denken, zum üben und natürlich um ihre Gesundheit in Schwung zu halten. Amen

 

Und der Friede Gottes, der größer ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen

 

Lied 295, 1-4

 

Fürbittgebet

 

Herr, ewiger Gott, wir danken dir für das Wort deiner Wahrheit,

 

dafür, dass du gegenwärtig bist in dieser Welt,

 

zwar nicht immer zu greifen oder zu fassen,

 

aber auf vielfältige Weise zu spüren.

 

Gegen Enttäuschung und Lebensbrüche schenkst du Hoffnung und Mut.

 

Gegen die Mächte des Todes verteidigst du das Leben.

 

Wir bitten dich für unsere Gemeinde:

 

Zeige uns Wege zueinander

 

und schenke uns versöhnende Worte, wo Streit herrscht.

 

Gib uns Kraft, zu vergeben,

 

wo wir aneinander schuldig wurden.

 

Wir bitten dich für alle,

 

die heimatlos sind und nicht wissen,

 

wo sie Frieden finden.

 

Schenke du ihnen deinen Frieden, sei ihnen nah!

 

Uns schenke ein offenes Herz,

 

auf dass wir Brücken bauen,

 

damit sie eine neue Heimat finden.

 

Wir bitten dich für alle,

 

die Dunkelheit in ihren Herzen spüren

 

und sich einsam fühlen,

 

sei du ihnen nah,

 

gib ihnen Kraft zum Leben

 

und schenke ihnen Menschen,

 

die Wege finden, wieder Licht in ihre Herzen zu tragen.

 

Du, Herr, ewiger Gott, bist unsere Hoffnung.

 

Unsere Seele ist unruhig, bis sie Ruhe findet in dir.

 

Schenke uns deine Gerechtigkeit auf dass wir leben.

 

Amen.

 

Und gemeinsam beten wir weiter:

 

Vater Unser

 

Vater unser im Himmel

 

Geheiligt werde dein Name.

 

Dein Reich komme.

 

Dein Wille geschehe,

 

wie im Himmel, so auf Erden.

 

unser tägliches Brot gib uns heute.

 

Und vergib uns unsere Schuld,

 

wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.

 

Und führe uns nicht in Versuchung,

 

sondern erlöse uns von dem Bösen.

 

Denn dein ist das Reich

 

und die Kraft und die Herrlichkeit

 

in Ewigkeit. Amen.

 

Schlussstrophe 589, 1-4 (Gitarre)

 

Bekanntmachungen

 

Die Kollekte vom letzten Gottesdienst in Sterkelshausen hat …. ergeben.

 

Die Kollekte am heutigen Sonntag ist für die Konfirmandenarbeit in unserer Gemeinde bestimmt. Gott segne Geber, Gaben und Empfänger.

 

Am kommenden Wochenende bin ich nicht da, denn wir, die Pilgergruppe unserer Gemeinde brechen zu unserem vorletzten Wochenende auf dem Elisabethpfad von Eisenach nach Marburg auf. Trotzdem gibt es selbstverständlich Gottesdienste und, wie sie ja schon in den Sommermonaten gewohnt sind, sind es nur zwei: Um 09:30 Uhr in Sterkelshausen und um 10:45 Uhr in Niederellenbach. Ein Hinweis noch: Redaktionsschluss für den Gemeindebrief ist Montag in einer Woche. Wenn Sie also noch etwas schreiben möchten, einen Leserbrief, einen Artikel oder einen Bericht, dann ist dieser Tag die letzte Möglichkeit ihn abzugeben.

 

Und nun geht in die vor euch liegende Zeit unter dem Segen des Herrn:

 

Segen

 

Der Herr segne dich und behüte dich, der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und schenke dir Frieden.

 

Amen

 

Orgelnachspiel