Reisesegensgottesdienst - Juli 2015


Einleitung durch ein Anspiel

Nicole Brand: Hallo Irmgard , schön, dass wir uns vor den großen Ferien noch einmal treffen. Was hast du denn für die Ferien geplant?

Irmgard Martin: Ich fahre mit meinem Mann in die Berge. Wir haben einen richtig tollen Aktivurlaub gebucht, mit allem was dazu gehört: Wandern, Klettern, Rafting im Wildbach…

Nicole Brand: Ach du meine Güte. Das ist doch kein Urlaub. Jeden Tag etwas anderes, das ist doch Stress pur.

Irmgard Martin: Ach was, das ist doch kein Stress. Endlich kann ich mich mal richtig auspowern. Du weißt doch, ich sitze den ganzen Tag zuhause, bin mit Kinderpflege und Haushalt beschäftigt und am Wochenende fehlt mir meist auch die Zeit, mal etwas draußen zu machen.

Nicole Brand: Ja, aber deshalb muss man sich doch nicht gleich für jeden Tag etwas vornehmen. Wieder nur ein Leben nach Terminplan, den habe ich mit Büro und Kinder und Kirche das ganze Jahr über. Das brauche ich im Urlaub nicht.

Irmgard Martin: Terminplan ja, aber ich freue mich auf jede einzelne Aktivität. Und ich kann mich einfach darauf einlassen, ich muss nichts selbst planen, das hat alles das Reisebüro gemacht. Aber sag mal, was hast du denn geplant. Da bin ich ja jetzt mal gespannt.

Nicole Brand: Oh, das wird richtig klasse: Ich fahre mit meinem Mann in die Toskana. Da haben wir ein tolles Ferienhaus gebucht, mit Pool und so. Die Kinder bleiben zum ersten Mal alleine zu Hause und wir nehmen ganz viele Bücher mit. Was freue ich mich auf die Ruhe, den Pool und endlich gutes Wetter zu haben.

Irmgard Martin: Und du meinst, das ist der optimale Urlaub? Das würde mir ja so auf die Nerven gehen, wenn ich den ganzen Tag faul im Liegestuhl sitzen müsste. Das ist doch total langweilig.

Nicole Brand: Wir müssen doch nicht den ganzen Tag im Liegestuhl sitzen, wir wollen das ja. Endlich mal alle Terminpläne zur Seite legen, den Tag genießen und auch mal den Fliegen oder Bienen nachschauen. Und wenn es uns doch mal zu langweilig wird, fahren wir nach Pisa oder Florenz. Nach dem ekligen Winter und dem kalten Frühling hier in Deutschland brauche ich endlich etwas Wärme.

Irmgard Martin: Und dann gleich Italien? Das wäre mir wieder zu warm. Da kann man doch gar nichts unternehmen. Bei jedem Schritt bricht einem gleich der Schweiß aus. Dort kann man ja tatsächlich nicht anders, in der Wärme muss man ja den ganzen Tag im Schatten rumzusitzen.

Nicole Brand: Ich sehe schon: Wir werden und sind uns nicht einig, was der „richtige“ Urlaub ist. Aber vielleicht müssen wir uns auch nicht einig sein. Vielleicht ist ja der richtige Urlaub der, bei dem ich nichts tun „muss“, sondern kann. Nicht die Erwartungen der anderen sollen erfüllt sein, sondern meine.

Irmgard Martin: Da kann ich dir nur zustimmen. Ich brauche nicht die Ohs und Ahs der Kolleginnen und Kollegen, wenn ich von meinem Urlaub erzähle.  Für uns zählt nur, wie gut wir uns erholt haben.


Schriftlesung

Ursula Knierim: Muße und Müssen – biblisch betrachtet. Davon hören wir aus den ersten beiden Büchern der Bibel:

Pfarrer Kroker: Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte.

Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.

Ursula Knierim: Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest.

Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.

Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.


Anspiel

Sonntag: Irmgard Martin [mit Blume], Muße: Nicole Brand [mit Stuhl und Kissen], Urlaub: Jelena Heußner [im Liegestuhl mit Wasserball])

Urlaub kommt als erstes, setzt sich in den Liegestuhl, rekelt sich ein wenig. Sonntag kommt dazu. Stellt sich der Gemeinde vor und wendet sich an Urlaub:

Sonntag: Guten Abend, darf ich mich vorstellen? Ich bin der Sonntag. Sie sind also mittendrin. Und Sie sind richtig hier! Sie bügeln keine Wäsche, Sie sortieren nicht Ihre Post, Sie jäten kein Unkraut im Garten. Also, ich finde: Der Gottesdienst und ich, wir sind ein gutes Team.

Und wenn ich mir den da so anschaue: der Liegestuhl passt auch: Endlich mal ausspannen können, den Wolken am Himmel zusehen…

Urlaub: Ach Sonntag, dass mein kleiner Bruder sich immer so aufplustern muss. Die meisten haben dich doch schon fast vergessen!

Was bringt denn so ein Tag! Schau mal, Du bist doch bestimmt schon völlig verplant, und die Leute, die hier sitzen, denken bestimmt schon darüber nach, was Sie heute noch alles erledigen werden, wenn sie wieder zuhause sind, damit morgen die Arbeitswoche gut startet. Oder sie sind in Gedanken schon im Garten beim Gießen oder auf dem Weg zum Bahnhof oder zum Flughafen.

Aber mit mir, mit mir rechnen die Menschen wirklich. Auf mich freuen sich so viele ein ganzes Jahr! Ich bin der Urlaub, der große Bruder des Sonntags.

Sonntag: Papperlapapp, großer Bruder. Du tauchst so selten hier auf, und überhaupt: Viele können sich dich doch nicht mehr leisten. Aber ich, ich will für jeden da sein.

Aber irgendwie will mich so richtig keiner… Da machen die Menschen sich so viele Pläne, was alles zu tun ist, wenn ich da bin, dass sie mich erst wirklich registrieren, wenn ich schon wieder meinen Koffer gepackt habe und auf dem Abmarsch bin…

Urlaub: Beschwer dich doch nicht, Sonntag. Dafür haben die Leute ja mich. Wenn ich mal da bin, bin ich auch wirklich lange da. Und die Menschen freuen sich: „Urlaub, du bist die schönste Zeit des Jahres“, sagen sie.

Muße: tritt energisch und lautstark auf: Also Moment mal, Urlaub. Jetzt muss ich aber auch endlich mal was loswerden. Ich bin nämlich die Muße. Und ich bin schon ganz ungeduldig geworden. Immer dieses Hin und Her, wer von Euch wichtiger ist.

Und, ganz ehrlich, Urlaub: Wenn Du die schönste Zeit des Jahres bist, dann komme ich darin aber erstaunlich wenig vor. Da wird geplant und gebucht, du kannst dich im Februar schon entscheiden, welche Besichtigungstour du im August machst – aber sei ja pünktlich! –, du kannst dir deinen Strand schon bei google streetview anschauen und deine eigene, persönliche Urlaubscheckliste aufs Handy schicken. Und dann wird alles nur noch abgearbeitet.

Wenn‘s gut läuft, kannst du dir dann zuhause auf der Kamera die Bilder anschauen, von den Orten an denen du warst. Also Urlaub, entschuldige meinen bitteren Unterton, aber wenn es im Urlaub doch um eins geht, dann bin ich es doch, die Muße. Du bist doch nur Mittel zu meinem Zweck. Aber wo bleibe ich nur?

Urlaub: Hmm, Muße, ich muss mal überlegen, wann ich Dich schon mal getroffen habe. Es ist ja nicht so, dass wir uns überhaupt nicht träfen.

Weißt Du, mit wem ich Dich noch nie zusammen gesehen habe? Mit der Zeit. Die Menschen sagen ja manchmal auch: Da habe ich die Zeit vergessen. Das ist ja was anderes, als wenn einer sagte: Ich habe meinen Schlüssel zuhause vergessen. Zeit vergessen – da sind die Menschen dann ganz bei dem, was sie hier und jetzt tun.

Muße: Ja! Für das Hier und Jetzt bin ich eine echte Spezialistin. Mich gibt es eigentlich nur im Hier und Jetzt. Ich passe ganz schlecht in einen Terminkalender. Ich bin dann einfach da. Etwa wenn einer darin aufgeht, ein Bild zu betrachten, oder die Insekten im Garten, die Hummel auf dem Gänseblümchen; oder wenn ein Papa mit seinen Kindern mit der Eisenbahn spielt und keiner bemerkt, dass es Abend geworden ist. Im Hier und Jetzt sein, wenn das den Leuten dann und wann gelänge, das wäre wirklich toll.

Sonntag: Aber darfst du denn nur mit dem Urlaub gemeinsame Sache machen, Muße? Wäre doch schön, wir könnten auch Hand in Hand gehen. Dann wäre ich kein Tag, an dem die Menschen einfach all das machen, was unter der Woche liegengeblieben ist, sozusagen „der Restetag“, sondern ich wäre wirklich auch was Besonderes.

Denn weißt du, Muße, als ich geschaffen wurde, da habe ich zuerst gestaunt: Was Gott schon alles gemacht hatte! Meer und Land, Tag und Nacht, Menschen und Tiere, auf der Erde und im Wasser, Blumen, Bäume, Getreide, Täler und Berge. Ich hab den Mund gar nicht mehr zugekriegt.

Und dann legte Gott mir seine Hand auf die Schulter und sagte: „Ist das alles nicht großartig, Sonntag? Und du wirst sehen: Die Menschen sind nicht nur da, sie haben viele, viele Gaben. Und du, Sonntag, hast eine wundervolle Aufgabe: Du darfst sie daran erinnern, immer und immer wieder, an jedem siebten Tag, an ihre Gaben, und an ihre Freiheit, die ich ihnen gegeben habe!“ So war das!

 

Jan Knierim und Dirk Kroker mit dem Lied "Über den Wolken"

 

Urlaub: Geblieben ist davon aber nicht viel, Sonntag. Irgendwann hast du einfach was falsch gemacht. Du musst mal mit deinen Kollegen reden, mit den Montagen, Dienstagen, Mittwochs und wie die alle heißen. Weshalb die immer denken, die Menschen müssten immer mehr an ihnen schaffen, immer weiter hinaus wachsen.

Und manchmal, da kannst du ja auch der Versuchung nicht widerstehen. Dann nennst du dich „verkaufsoffen“. Also ganz ehrlich, Sonntag: Dann nenn dich doch gleich Montag. Dann wissen wenigstens alle, woran sie sind.

Muße: Also, Moment mal. Ich bin zwar ganz anders als ihr beide und auch irgendwie viel flüchtiger und weniger planbar, aber so einfach ist‘s dann doch nicht. Es ist schon gut, dass es Sonntag gibt. Er macht es mir schließlich leichter, dass die Menschen mich zu ihrer Tür hineinlassen. Denn noch merken sie ja, dass es ein anderer Tag ist als alle anderen. 7 Tage, 24 Stunden – das hält doch kein Mensch aus!

Urlaub: Also Muße, ich habe den Eindruck, du bist irgendwie nur ein gut verpacktes Faulenzen. Die meisten Menschen wollen dich bei mir nicht haben. Die wollen Action, Erlebnis, den besonderen Kick. Oder irgendwas sehen, was sie nur aus dem Fernsehen oder dem Internet kennen.

Muße: Selbst euch muss ich mich also schon näher vorstellen. Aber nun gut. Vielleicht sind ja heute auch noch andere hier, die sich gefragt haben, wer ich denn nun eigentlich so genau bin.

Ich bin die Muße. Wie lange es mich so ganz genau gibt, kann ich gar nicht sagen. Die Evangelischen jedenfalls haben sich immer ziemlich schwer mit mir getan. Das Meiste, wovon die Bibel berichtet, hat doch mit „Tätig-sein“ zu tun. Aber Sonntag, wir haben es ja schon gehört: Die Ruhe, die Feier, das Staunen sind ein Gotteswerk. Und in der Bibel wird erzählt, dass die Weisheit und Gott vor der Schöpfung miteinander gespielt haben, ganz selbstvergessen, ganz ohne Uhr.

Da war ich auch dabei. Nur beweisen kann ich’s nicht. Also, wie auch immer: Auch, wenn von mir nicht so viel aufgeschrieben ist, es gibt mich eigentlich schon immer. Und eines gibt’s, das mag ich überhaupt nicht, wir sind uns von Anfang an spinnefeind: das ist das Müssen. Warum jemand mal das Müssen erfunden hat, ist mir völlig rätselhaft.

Urlaub: Ja, aber sag mal, Muße, was tust du denn so den ganzen Tag?

Muße: Ach, Urlaub, ich streife durch die Welt und suche nach Menschen, die mir Einlass gewähren.

Sonntag: Und was tun die dann so?

Muße: Das ist ganz unterschiedlich. Es gibt keine Tätigkeit, an der ich erkennbar bin. Man kann nicht sagen: Tu dies, oder tu das, und dann bin ich da. Aber eins ist klar: Ich komme nur, wenn das Müssen nicht da ist.

Wenn einer sagt: Ich muss jetzt auf dem Liegestuhl liegen, ich muss mich jetzt sonnen, ich muss jetzt den Berg hinaufkraxeln, ich muss jetzt auf dem Balkon sitzen – dann bin ich nicht da. Ich komme zusammen mit dem Können und dem Dürfen.

Erinnert ihr Euch, was der Sonntag erzählt hat über den Tag, an dem er geschaffen wurde? Wir sind doch Zeichen der Freiheit, die Gott uns gegeben hat. Und du auch, Urlaub, auch wenn du im Vergleich zu Sonntag und mir erst ganz spät geschaffen wurdest, als die Menschen die Teilung von Arbeitszeit und Freizeit erfunden hatten. Wir sind Zeichen der Freiheit. Vergesst das nicht!

Urlaub: Muße, das gefällt mir. Das Können und das Dürfen. Manche lernen das erst wieder, wenn sie mich treffen. Die können nicht so schnell umschalten: Eben noch im Hamsterrad, jetzt schon auf der Liegewiese. Das braucht eine Zeit, bis die Zeit nicht mehr so wichtig ist.

Vielleicht ist es gut, dass ich deshalb auch so lang bin. Die Leute müssen sich erstmal an mich gewöhnen. An ein Leben ohne Uhr. An ein Leben mit den Möglichkeiten, die sich jetzt gerade bieten. An ein Leben, dass sich an dem orientiert, was ich wirklich gerade will. Ich ermögliche den Menschen damit, dass sie erleben, dass das Leben ihr Leben ist.

Sonntag: Genau, das will Gott ja mit uns erreichen. Die Menschen sollen sich im Leben entdecken. Was ich selbst will. Auch, was ich selbst kann. Dass es auch noch etwas anderes und eigentlich viel Wichtigeres gibt als das, was wir müssen, weil jemand anders das von mir will.

Ich erinnere die Menschen immer wieder daran. Weil sie das so schnell vergessen. Weil es einfacher und doch so viel sicherer scheint, die Checklisten abzuarbeiten, als sich ausgerechnet auf die Muße einzulassen.

Muße: Ja, ihr beiden, ihr habt‘s echt schwer. Wie gut, dass ihr heute mal in der Kirche seid und mich trefft. Vielleicht müsst ihr auch einfach mal Luftholen und aufhören zu überlegen, was ihr alles müsst… Und was ihr könnt.

Dann bin ich nämlich wirklich gern da. Gott segnete übrigens auch den siebten Tag, erzählt die Bibel. Ein schlechtes Gewissen braucht ihr also wirklich überhaupt nicht zu haben, wenn ihr staunend anseht, was ihr beide, lieber Sonntag und lieber Urlaub, den Menschen alles ermöglicht. Freiheit, Fröhlichkeit, Besinnlichkeit und eben mich, die Muße, und wir alle von Gott geschaffen. Gesegnet der Mensch, der das erkennt – am Sonntag, im Urlaub oder in einem „Hier und Jetzt“.

Amen.


Segen

Pfarrer Kroker: Liebe Gemeinde, Freiheit, Fröhlichkeit, Besinnlichkeit und Muße sind für uns geschaffen. Dies haben wir erkannt und erkennen es immer wieder am Sonntag, im Urlaub und manchmal auch im Alltag. Und so wollen wir gesegnet sein während der Reise durch die Lebenszeit. Selbstverständlich steht am Ende jedes Gottesdienstes der Segen, den sie alle kennen. Heute aber wollen wir an dieser Stelle Segen empfangen, der uns ganz speziell begleiten wird in Urlaub, an der Arbeit oder in der Schule oder einfach nur bei unserer großen Reise durch das Leben. Zunächst lade ich alle ein, die in den nächsten Wochen in Urlaub fahren, nach vorne zu kommen um in einer Runde um den Altar gemeinsam einen Urlaubssegen zu erhalten. Danach sind alle diejenigen eingeladen, einen Segen für die Arbeits- und Schulzeit zu empfangen. Schließlich möchte ich all denjenigen einen Segen zu sprechen, die sich besonders auf der Reise durch ihr Leben einen Segen wünschen. Niemand muss kommen, doch alle sind eingeladen. Wird eine Runde zu groß, dann machen wir eben zwei Runden nacheinander. Nochmal die Stichworte Urlaub, Arbeit und Schule und schließlich das Leben.

 

Urlaubssegen

Gott schenke dir vor der Abfahrt guten und erholsamen Schlaf, damit du ausgeruht und ausgeglichen loskommst! Er verkürze dir die Wartezeit beim Check – In mit den ersten schönen Begegnungen mit fremden Menschen, netten Gesprächen und guten Witzen! Er schicke dir einen Engel, der dir hilft, den schweren Koffer in die Gepäckablage zu wuchten und der fragt: „Kann ich sonst noch was helfen?“ – auch in einer fremden Sprache! Wenn es dir am Urlaubsort zu heiß wird, lenke er deinen Fuß um eine unbekannte Ecke in einen kleinen schattigen Hinterhof voller Hibiskus, Oleander und Stockrosen, in dem du dich erholen kannst! Er begeistere dich für Museumsbesuche oder für Gesellschaftsspiele, damit du und die deinen auch Regentage gut gelaunt überstehen können! Er lasse die Wolken aufreißen, wenn du auf einem Gipfel stehst, damit sich der Aufstieg allein wegen der Fernsicht schon gelohnt hat! Er schenke dir das Gefühl, erfüllt, zufrieden und gut erholt zu sein. So segne Gott deine Ferienzeit! Amen

 

Auf euren Wegen begleite euch Gottes Segen! Dass ihr euren Fuß nicht an einem Stein stoßt, dass euer Auto nicht zu Schaden komme, dass ihr im Zug zur Ruhe kommen möget, dass ihr mit dem Fahrrad nicht stürzt, dass kein Mensch euch Gewalt antue und dass euch am Ziel ein warmes Zuhause empfange. So seid gesegnet auf eurer Reise.

Amen.

 

Schule und Arbeit

Ich wünsche dir Momente, in denen deine Gedanken Pause machen.

Lass sie ins Blaue gehen, den Wolken hinterher über Häuser, Bäume, Wiesen und Berge.

Lass sie ferne Länder besuchen, das Meer überqueren, den Horizont erkunden und nach den Sternen greifen.

So weit wie das All ist Gottes Güte. Sie umspannt die Erde und wacht auch über dir. So segne und behüte dich der dreifaltige Gott, vater, Sohn und Heiliger Geist. Amen

 

Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen, möge der Wind dir den Rücken stärken. Möge die Sonne dein Gesicht erhellen und der Regen um dich her die Felder tränken. Und bis wir beide, du und ich, uns wiedersehen, möge Gott dich schützend in seiner Hand halten. Gott möge bei dir auf deinem Kissen ruhen. Deine Wege mögen dich aufwärts führen und freundliches Wetter begleite deinen Schritt.

Amen.

 

Leben

Der Herr segne dich, wenn du gehen musst.

Er beschütze dich auf der schmalen Straße, wenn du unterwegs bist.

Er gebe dir Platz, zu ruhen in seiner Burg, und deinem Herzen Offenheit für die Begegnungen auf deiner Reise durch das Leben.

  Amen.

 

Herr, mein Gott, behüte mich durch deine Barmherzigkeit vor allem Unfall und vor aller Gefahr. Lass mich nicht schuldig werden an Leib und Leben meines Nächsten. Gib mir eine ruhige Hand und ein waches Auge. Sei mit allen, die mit mir auf den Straßen unterwegs sind. Amen.