Und plötzlich ist Weihnachten …

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

es ist Samstag, der 23. Dezember 2017. Die letzten Geschäfte schließen um 22:00 Uhr. Haben Sie alles besorgt für die drei langen Tage ohne Einkaufsmöglichkeit? Alle Weihnachtsgeschenke und Lebensmittel besorgt? Ich bin mir sicher, am Heiligen Abend um viertel nach drei fällt mir ein, was ich vergessen habe. Wie gut, dass in diesem Jahr die meisten Geschäfte zu haben. So kann ich ganz entspannt darüber nachdenken, was ich als Ersatz nehme oder weglasse. Hinterher fehlt es ohnehin niemandem.

 

Wichtig ist, endlich zur Ruhe zu kommen, die stressigen Wochen hinter sich zu lassen und Weihnachten zu feiern. Doch spätestens nach dem Gottesdienst mit Krippenspiel gibt es Ärger. Als ob wir nicht einfach mal vier Stunden Ruhe am Heiligen Abend genießen könnten.

 

Ich stelle mir vor, dass Maria und Josef ganz andere Probleme hatten, da draußen am Rande der Steppe im Stall. Kein Autolärm, kein Jingle Bells aus dem Radio, einfach nur Ruhe. Und dann wurde es lebendig. Die Hirten kamen, die Weisen aus dem Morgenland kamen, die einen brachten Schafe mit, die anderen Kamele. Da hatte das Jesuskind in den ersten Tagen seines Lebens gleich den ganzen Stall voll. Und kein Laden mehr offen. Was die Heilige Familie diesen unerwarteten Gästen wohl zum Essen vorgesetzt hat? Schließlich gab es noch kein Onlinesofortübernachtspezialversendungspaket. Hatten die es gut.

 

Also, schalten Sie ab, werfen sie den Stress über Bord. Der Braten wird auch gegessen, wenn etwas fehlt. Kommen Sie zur Ruhe, einfach so, drei Tage lang. Dann kann es Weihnachten werden, wie im Stall.

 

Ich wünsche Ihnen gesegnete Festtage.

 

Pfarrer Dirk Kroker aus Alheim-Oberellenbach