Monatslosung März 2016


Foto: M. Kirchner
Foto: M. Kirchner

Sich lieb haben, jeder Tag in dieser Welt scheint eine völlig andere Sprache zu sprechen. Wo leben wir eigentlich?

 

Während ich diese Zeilen schreibe, haben die Vorbereitungen der Gottesdienste zum Valentinstag, zum Weltgebetstag und zur Konfirmation begonnen. Dreimal geht es um die Liebe und wo sie heute noch zu finden ist. Ist es nicht in der Tat so, dass Vergeltung, Verteidigung und Verrohung selbst in unserem Land  die Tage prägt? Wie können wir da die Liebe Jesu entgegenhalten?

 

Doch es geht in der Tat. Mutig das Wort Vergebung in den Mund nehmen führt zu Veränderung. Wollen wir wirklich nach Christi Vorbild leben, dann kann nur der Weg der Liebe der richtige sein. Viel Selbstüberwindung ist dabei gefordert, denn auch unser Geist und unsere Gefühle sind eher negativ geprägt. Wir achten darauf, nicht zu kurz zu kommen, manchmal plagt uns Eifersucht. Und wenn dann andere Gewalt unseren Mitbürgern antun, rufen wir sofort nach Recht und Gesetz, nach Gerechtigkeit, Gefängnis und Vertreibung. Aber es macht die Dinge nicht besser, sondern schlimmer. Gewalt, die auf Gewalt antwortet, ruft doch wieder nur Gewalt hervor.

 

Ich bin davon überzeugt, wenn wir das himmlische Reich schon auf Erden erleben wollen, dann müssen wir mit Liebe anfangen zu vergeben und anzunehmen.

 

So wünsche ich uns in den kommenden Monaten, dass wir diesen Weg der Liebe zumindest erproben. Möge Gott uns dabei mit seinem Segen begleiten. 

 

Ihr Pfarrer Dirk Kroker