Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich zum Retter geworden.

 

2. Mose 15,2

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

der Mai ist ein seltsamer Monat. Nach kühlen Temperaturen bis weit in den April war es auf einmal warm. Rechtzeitig zu Himmelfahrt stiegen die Temperaturen, verschwanden die Wolken und wurden die Heizungen überflüssig. Wie schön, denkt mancher, dass meine Heizungsanlage durch einen Thermostat gesteuert wird. So kann sie sich prima auf die wechselnden Temperaturen einstellen und die nötigen Maßnahmen ergreifen. Wird es kühler, fährt es die Heizung hoch, wird es wärmer, stellt es die Heizung einfach ab. Früher musste mancher sich noch nach dem Thermometer richten und selber dafür sorgen, dass der Ofen rechtzeitig angesteckt wurde. So ein Thermometer macht eben nix selber, sondern zeigt nur an, was es rundherum fühlt.

 

Damit stellt sich für uns die Frage, ob wir lieber ein Thermostat wären, das Einfluss hat und Dinge regeln kann, oder lieber ein passives Thermometer, das zwar merkt, wenn es kalt wird, aber nichts ändern kann?

 

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, so hat Mose gesungen, nachdem die Ägypter vom Meer verschlungen waren. Vorbei waren die Fremdherrschaft, die Unterdrückung und Sklaverei. Auf einmal war Platz für Optimismus, Kraft, Stärke und eigene Entscheidungen. Gott holte die Menschen aus der Sklaverei, beseitigte die Unterdrücker und ließ Menschen ihre eigene Stärke entdecken.

 

Und heute? Wie ist das bei uns? Unser Alltag ist geprägt von vielfältiger Anpassung.  Ob es nun um wirtschaftliche Gründe geht, die uns in unserer Freiheit unterdrücken, oder um politische, wir haben ganz oft das Gefühl, dass uns Freiheit genommen wird. Gott dagegen macht uns frei. Die Entscheidung nach seinem Wort zu leben und an ihn zu glauben liegt ganz alleine bei uns.

 

Doch nehmen wir diese Freiheit an? Oder lassen wir uns lieber von anderen beeinflussen und leben nach deren Vorstellungen? Sind wir lieber Thermostat, der verändern kann oder doch lieber Thermometer, das passiv alles über sich ergehen lässt?

 

Ich habe für mich entschieden, mit Gott als Retter kann ich gerne Thermostat sein. Ich möchte versuchen, etwas zu bewegen, Menschen und Dinge nach vorne bringen. Ich möchte meine Glauben an den christlichen Gott leben. Wenn das auch Ihr Wunsch ist, dann rufen Sie mich an. Wir suchen immer wieder Menschen, die sich in der Gemeinde engagieren wollen. Denn dann können wir gemeinsam etwas bewegen.

 

Ihr Pfarrer Dirk Kroker