Monatslosung April 2016


Foto: M. Kirchner
Foto: M. Kirchner

 Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums, dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.

 

1. Petrus 2,9

 

Konfirmation – Entscheidung fürs Leben!

 

In diesem Monat ist es wieder soweit. Überall im Land finden sie statt, die Konfirmationen. Es ist der Moment, wo junge Menschen sich für ein Leben mit Gott UND in der Kirche entscheiden. Doch ist es wirklich die Entscheidung fürs Leben, wie sie landauf, landab gefeiert wird? Wenn ich auf Austrittszahlen und ungetaufte Kinder schaue, muss ich ehrlicherweise sagen: Nein! Wenn ich aber auf die Monatslosung sehe, dann kann ich nur mit einem klaren, JA antworten!

 

An all den Stellen, in denen wir in unserem Leben mit Gott zu tun haben, passiert nämlich unglaubliches: Wir werden von Gott angenommen. Der Autor, den manche mit dem Jünger der ersten Stunde, Simon Petrus gleichsetzen, hat es nämlich unmissverständlich formuliert. „Ihr aber seid das … heilige Volk … dessen, der euch berufen hat…!“

 

Der Konfirmationssegen beinhaltet letztlich den gleichen Gedanken: „Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist gebe dir seine Gnade, Schutz und Schirm vor allem Argen, Stärke und Hilfe zu allem Guten, dass du bewahrt wirst zum ewigen Leben. Amen“

 

Ich finde es immer wieder beeindruckend, das junge Menschen bei allen Diskussionen um Geld, Geschenke und Familienfeier sich in diesem Augenblick sehr bewusst unter den Segen Gottes stellen und darauf vertrauen, dass sie Gnade, Schutz und Stärke erhalten, um, so heißt es in unserem Monatsspruch, „zu verkündigen!“

 

Natürlich ist auch mir klar, dass nach der Konfirmation der Gang zur Kirche eben nicht mehr selbstverständlich ist. Ich weiß auch, dass es nicht klar ist, dass sich junge Menschen nach der Konfirmation in ihren Gemeinden oder für ihren kranken Nachbarn engagieren.

 

Aber erst einmal haben sie den Schritt gewagt, sich öffentlich unter diesen göttlichen Funken zu stellen. Das lässt in mir die Hoffnung keimen, dass es auch zukünftig Menschen geben wird, die sich, wenn sie denn erwachsen geworden sind, eben nicht dem Glauben und ihrer Kirche den Rücken kehren, sondern sich weiterhin als Gemeindeglied erleben, die mit kirchlichen Segen heiraten und ihre Kinder taufen lassen werden. Dass das nicht alle sein werden, ist leider Realität, aber ein recht hoher Prozentsatz erinnert sich an seine Konfirmandenzeit und daran, dass er oder sie sich einmal in ihrem Leben sehr klar für die Annahme des Glaubens entschieden haben.

 

Wenn ich diesen Vers aus dem Petrusbrief lese, verstehe ich, warum wir so viel Engagement im Bereich der Jugendarbeit finden. Denn diejenigen, die sich ihrer Berufung bewusst sind und versuchen, durch ihre persönliche Verkündigung junge Menschen zu erreichen, sind auch der Garant dafür, des der Glaube an den dreieinigen Gott nicht aussterben wird. Amen

 

 

Guter Gott, du hast uns die Kraft geschenkt zu glauben. Wir bitten dich, erhalte uns in diesem Glauben und begleite uns und vor allem die diesjährigen Konfirmanden, damit sie und wir nicht von unserem Weg zu dir abkommen. Amen

Dirk Kroker