Bild: Michaela Kirchner
Bild: Michaela Kirchner

 Ist Gott für uns, wer kann dann wider uns sein? 

Zweifel sind zu spüren, ein Fragezeichen: Ist Gott für uns? Dabei löst es sich ganz schnell wieder auf, wenn wir folgendes bedenken: Wir bereiten uns in diesem Monat auf Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi vor. Wenn der Vater den Sohn in den Tod gehen lässt, um viele andere zu retten, dann kann da kein Zweifel mehr bleiben. Gott ist für uns!

 

Und dann bleibt keiner mehr übrig, der gegen uns sein kann. Das eher altertümliche Wort „wider“ bedeutet aber nicht nur „gegen“. Es steht für Widerstand, für Ablehnung und für Unterdrückung. Selbstverständlich kann ich jetzt protestieren. All das gibt es zwischen uns Menschen. Ob es der Chef im Betrieb ist, der Ehepartner, mit dem ich vielleicht nicht mehr so zurechtkomme, wie es am Anfang war oder die Kinder, die sich nicht so entwickeln, wie ich das gerne hätte.

 

Ja, unbestritten, wir sind weit weg von der Realisierung dieses Wortes. Aber wenn es uns zuviel wird, wenn wir uns geknechtet, unterdrückt oder ignoriert fühlen, dann ist Gott da mit all seiner Kraft, seinem Trost und seiner Gnade. Darauf können wir uns zurückziehen, denn er hält uns in allem, was uns begegnet.


Dirk Kroker