Monatslosung Juli 2015


Foto: Michaela Kirchner
Foto: Michaela Kirchner

Jaja sagen wir gerne, wenn wir es eilig haben und jemand etwas von uns möchte. Nein, nein heißt dann eher: „Wie kommst du denn darauf? Das stimmt doch niemals!“

 

Ja-Sager sind die, die sich immer anpassen, die hinterher rennen, die oftmals den Weg eines anderen gehen, aber ihren eigenen aus dem Auge verlieren. Nein-Sager die, die gegen alles und jedes sind. Aber hängen wir unser Fähnchen in den Wind, sagen wir einmal Ja und dann wieder Nein, ist das dann das Böse? Ja, in der Tat, es ist falsch, so zu handeln. Wenn wir uns entscheiden, etwas zu tun, dann sollen wir es auch tun. Kein Drum rum-Reden, kein halbes oder unehrliches Ja, sondern eindeutig und klar zu dem stehen, was wir wollen.

So ist das auch mit unserem Glauben. Entscheiden und dazu stehen – nicht erst ja sagen und dann doch nur vielleicht, um schließlich doch zu einem Nein zu kommen!

 

Gott schenkt uns als Heiliger Geist die Fähigkeit, zu glauben. Aber entscheiden, ob wir diesem Glauben folgen wollen, das müssen wir schon selbst. Es ist wohl eine der intimsten Entscheidungen, die wir Menschen zu treffen haben, Ja oder Nein zum Glauben zu sagen. Das heißt nicht, dass Zweifel nicht erlaubt sind. Zweifel gehören zum Glauben dazu. Das heißt auch nicht, dass wir ständig frei von Schuld leben. Diese Forderung kann kein Mensch erfüllen. Aber es heißt, zu dem zu stehen, was wir in der Konfirmation bestätigt haben. Ja, ich glaube an Gott, den Vater und den Sohn und den Heiligen Geist und ich bemühe mich, so gut ich es eben kann, nach diesem Glauben zu leben.

Der Regenbogen ist laut der Noah-Geschichte von Gott eingesetzt worden als Zeichen seines Bundes mit den Menschen. Er sagt damit ohne Umschweife, ohne irgendwelche Ausflüchte Ja zu den Menschen. Auch wenn wir nicht Gott sind, sondern nur ein bisschen nach seinem Bilde geschaffen sind, können wir ebenso klar Ja zu Gott sagen. Und dieses Ja wird den Weg zu Gott finden - genauso wie Gottes Ja den Weg zu uns Menschen findet.

 

 

 

Guter Gott, von Zweifeln werden wir geplagt und Fehler werden von uns gemacht. Hilf uns, gerade deswegen an unserem Glauben an dich festzuhalten, in christlicher Gemeinschaft und geschwisterlicher Liebe Leben zu gestalten. Denn nur durch dich können wir tun, was uns gut tut, für unser Gegenüber ebenso wie für uns selbst. Amen

Dirk Kroker