"Bibel aktuell" von Hit Radio FFH - 10.05.2015


Unsere lieben Mütter! Immer zur Stelle, wenn man sie braucht – die meisten jedenfalls. In der Kindheit helfen sie uns bei den Hausaufgaben, sie pflegen einen, wenn man krank ist, und später passen sie vielleicht auch auf die Enkel auf. Hören zu und geben einem das Gefühl, nicht allein zu sein. Dieses Gefühl kann uns auch Gott geben. In der Bibel sagt Jesus zu seinen Jüngern: Habt keine Angst, wenn ich nicht mehr bei euch bin. Wenn ihr Gott um etwas bittet, wird er es euch geben. Aber kann man das wirklich wörtlich nehmen? Pfarrer Dirk Kroker aus Alheim-Oberellenbach.

 

Ich hab darüber mit meinen Konfirmanden gesprochen. Und die hatten zum Thema Beten unterschiedliche Meinungen. Die einen erklärten, sie beten nie oder bestenfalls im Gottesdienst. Für die anderen war das tägliche Gebet außerordentlich wichtig. Einig waren sich die sechs Jungs in einem Punkt: Was sie auch tun, Gott erfüllt die normalen Alltagsbitten nicht. Es gibt keine bessere Note oder höheres Taschengeld, weil man im Gebet darum bittet. Gott ist ja schließlich kein Warenhaus oder ein Selbstbedienungsladen.

Gottes Hilfe sieht anders aus.

Auf jeden Fall ist er ein aufmerksamer Zuhörer. Jeder, der betet, kann das manchmal sogar selber spüren. Wenn wir das Gefühl haben, da ist noch jemand, auch wenn er noch so unsichtbar und schweigsam zu sein scheint, dann sind wir nicht mehr alleine mit unserer Angst und unserem Kummer. Da ist jemand, bei dem wir uns geborgen fühlen.

Das können auch Mütter geben, sie sind der Inbegriff der Geborgenheit. Wenn nichts mehr geht, zu Muttern geht immer. Das wird heute am Muttertag ganz besonders deutlich. Wichtig ist nicht, was wir an Materiellem bekommen, sondern dass unser tiefes Bedürfnis nach Geborgenheit erfüllt wird. So gesehen erfüllt Gott alle unsere Bitten. Er ist einfach da.

 

Pfarrer Dirk Kroker aus Alheim-Oberellenbach für Hit Radio FFH