GOLDENE UND EISERNE KONFIRMATION DER JOHANNESKIRCHENGEMEINDE ALHEIM

 

Als ich im Frühsommer in einemTelefonat mit Pfarrer Dirk Kroker erfuhr, dass im September meine goldene Konfirmation gefeiert werden sollte, hatte ich spontan zwei Empfindungen: Erstens, 50 Jahre sind vergangen seit meiner Konfirmation am 13. März 1966 durch Pfarrer Paul May in der Kirche in Oberellenbach - wo ist die Zeit geblieben? Zweitens empfand ich eine gewisse Vorfreude, vieleicht auch Neugierde meine Mitkonfirmanden nach all den vielen Jahren wiederzusehen, hatte ich doch berufsbedingt Oberellenbach 1970 verlassen.

 

Folglich sagte ich der schriftlichen Einladung unverzüglich zu und am 18. September 2016 war es dann soweit. Während die zahlreichen Angehörigen und die Gemeindemitglieder in der Kirche in Niederellenbach (zugegebenermaßen hätte ich die Kirche in Oberellenbach vorgezogen,doch sie war aufgrund der Sanierungsarbeiten nicht nutzbar) ihre Plätze fanden, trafen sich 17 goldene und 12 eiserne Jubiliare am Feuerwehrhaus in Niederellenbach. Dieses erste Zusammenkommen hatte für mich den Charakter eines Klassentreffens, war es doch eine vorzügliche Gelegenheit erste Informationen auszutauschen und das Wiedersehen zu genießen. Hier begrüßte dann auch Pfarrer Dirk Kroker die Jubiliare, stellte deren Vollzähligkeit fest und gab wertvolle administrative Hinweise zum Ablauf des folgenden Gottesdienstes, was sicher auch zu dessen reibungslosem Verlauf beitrug. Danach folgte der gemeinsame Einzug in die Kirche.

 

Nach Eingangsgebet, Schriftlesung aus dem Brief an die Römer und Glaubensbekenntnis, betrat Pfarrer Dirk Kroker mit schwerem Gepäck ( Gitarre und zwei Koffern) den Altarraum. So führte er symbolisch in seine Predigt zu dem Lied der Band Silbermond " Mit leichtem Gepäck" ein und gewann gleichsam die ungeteilte Aufmerksamkeit der Gemeinde. Nach der Predigt erfolgte die Ehrung und Segnung der Jubiliare einschließlich der Übergabe der Urkunden. Die Urkunden ziert das Bild eines Regenbogens, ein nach meiner Beurteilung symbolisch treffendes Motiv. Ein Regenbogen verbindet Himmel und Erde und er deutet das Geschehene und verheißt das Mögliche. Im Anschluß an die Urkundenübergabe sprach der Kirchenvorstandsvorsitzende, Reinhard Kerst, sein Grußwort und ließ uns an seinen persönlichen Empfindungen seiner erst selbst kürzlich erlebten goldenen Konfirmation teilnehmen. Nach Fürbitten, Sündenbekenntnis, Einsetzungsworten und Vater Unser erfolgte die Abendmahlausteilung. Mit den Bekanntmachungen und dem Segen wurde ein mit Sicherheit erinnerungswürdiger Jubiläumsgottesdienst abgeschlossen.

 

Nach dem obligatorischen Fotoshooting im Kirchgarten trafen wir uns in Bebra im Hotel Röse zu einem gemeinsamen Mittagessen. Hier boten sich weitere Möglichkeiten für gute Gespräche und Erinnerungen an die gemeinsame Konfirmandenzeit sowie die vergangenen 50 Jahre. Nach Kaffee und Kuchen war der Nachmittag schnell vergangen und die Zeit gekommen sich mit den besten Wünschen für die Zukunft zu verabschieden, um den mehr oder minder weiten Heimweg- jeder für sich nun mit hoffentlich leichtem Gepäck- anzutreten. Ein würdevolles Konfirmationsjubiläum war zu Ende.

 

Abschließend gilt es Dank zu sagen

 

- Pfarrer Dirk Kroker für einen sowohl liturgisch als auch inhaltlich ausgezeichnet gestalteten Gottesdienst.

 

- Gerhard Strube und weitere helfende Hände für die gute Organisation des Jubiläums.

 

- Reinhard Kerst in seiner Eigenschaft als Kirchenvorstandvorsitzendem für seine persönlichen Grußworte.

 

- dem Kirchenchor für seine wohltuende musikalische Begleitung.

 


Wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.                                                                      Brief an die Römer 10,10

 

Heinrich Fischer

Alle Bilder stammen von honeypicture by Laura Heußner