Friedensandacht Juni 2020

 

Begrüßung

 

Wir kommen zusammen zur Friedensandacht im Geist oder im Angesicht, aber immer im Namen Gottes, der uns behütet am Tag und in der Nacht, an den Ausgängen und Eingängen unseres Lebens, im Namen Jesu Christi, der unsere Ängste und Schmerzen kennt, ja, sie selbst erlitten hat, im Namen des Heiligen Geistes, der uns tröstet und uns Mut macht zur Gemeinschaft der Heiligen. Amen

 

EG+33, 1+2 Gott, dein guter Segen

 

1.) Gott dein guter Segen, ist wie ein großes Zelt, hoch und weit, fest gespannt, über unsre Welt. Guter Gott ich bitte dich: schütze und bewahre mich, lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit, |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit:|

 

2.) Gott dein guter Segen ist wie ein helles Licht leuchtet weit, alle Zeit, in der Finsternis. Guter Gott, ich bitte dich: leuchte und erhelle mich, lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit. |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit.:|

 

Monatslosung für Juni: 1. Kön 8,39

 

Denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder

 

EG 473, 1+4 Mein schönste Zier

 

1. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid in meinem Herzen halten.

 

4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden. Lass doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden.

 

Meditation von Helmut Latzer, ev. Akademie Frankfurt:

 

Ich gehöre nicht dazu. Habe ich eigentlich noch nie. Hat nur zum Glück bis jetzt noch niemand gemerkt. Die Eltern: Flüchtlinge. Mein Vater – ein Katholik aus Schlesien im evangelischen Wittgenstein. Für die gab es damals einen eigenen Schulhof. Meine Mutter – das einzige Mädchen unter sieben Brüdern, die damals ohne irgendetwas aus Danzig kamen. So was steckt tief in den Genen.

 

Wir waren dann die Ersten, die auf ein Gymnasium gegangen sind. Arbeiterkinder – Willy Brandt sei Dank. „Also, wir können euch da nichts helfen. Wenn’s nicht klappt, müsst ihr eben abgehen.“ Das Gleiche im Studium. Zur Sicherheit versucht man, die Erwartungen doppelt zu erfüllen.

 

Als Vikar kam ich aus einer anderen Landeskirche. „Beutehesse.“ In der Seelsorgeausbildung erzählte eine Ausbilderin von einem Mann, der sich in einer Gruppe immer so vorstellte: „Guten Tag, ich heiße N.N. Und ich stinke nicht.“ Eine skurrile Szene, die mir aber irgendwie in Erinnerung geblieben ist. Kann man Fremdheit, Anderssein eigentlich riechen?

 

„Ich gehöre nicht dazu.“ Der Satz klingt seltsam aus dem Mund eines weißen, männlichen, mittelalten, biodeutschen Akademikers. Viele Menschen erfahren dies tagtäglich noch einmal in ganz anderer Form. Frauen in Männerberufen oder in Aufsichtsräten: „Sehr geehrte Dame, sehr geehrte Herren.“ Junge Erwachsene, die mit ihren Eltern aus Russland eingewandert sind: Dort waren sie Deutsche. Hier sind sie Russen. Menschen mit einer dunkleren Haut oder einem fremd klingenden Namen. „Und woher stammst du jetzt eigentlich?“ Muslime, Homosexuelle, Behinderte, Arbeitslose, Dicke, Alte, Ostdeutsche. Das Gefühl, fremd zu sein, nicht so richtig dazuzugehören, ist viel verbreiteter, als man denkt.

 

Wer sind eigentlich diejenigen, die am Ende noch dazugehören? Der „heilige Rest“? „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau. Denn ihr seid allesamt eins in Christus.“ (Gal 3,28) Das klingt immer so schön. Inbegriff der frohen Botschaft, die keine Grenzen kennt. Aber was heißt das eigentlich? Christus war Jude, Freier und Mann. Und Paulus, der das geschrieben hat, auch. Da lässt sich so etwas leichter sagen. Vielleicht zitieren wir den Satz gern in der Kirche, weil es die Grenzziehungen früher Tage sind. Der Anteil von Griechen und Sklaven ist bei uns ja relativ gering.

 

Spannender klingt das schon, wenn man hier andere nennt: „Hier ist nicht Homo noch Hetero, hier ist nicht Wutbürger noch Gutmensch, hier ist nicht Corona-Skeptiker noch Lockdown-Befürworter …“ So kommt Musik in die Aufzählung. Denn es stellt sich ja die Frage, was uns als Verschiedene eigentlich zusammenhält, was das „Wir“ ausmacht – und was Christus damit zu tun hat. Es gibt ein falsches „Wir“.

 

Klassisch bekannt aus dem Krankenhaus oder aus politischen wie frommen Sonntagsreden: „Wie geht es uns denn heute?“ „Und ich spreche nicht zunächst von mir selbst, wenn ich sage, wir müssen alle den Gürtel enger schnallen.“ „Fühlen wir uns nicht alle manchmal schrecklich verloren?“ Dieses „Wir“ ist unklar, schwammig, vereinnahmend. Es deckt Konflikte zu. Und es hat oft mit einer repressiven Toleranz zu tun. Weil es keine offene Begegnung eines Ichs mit einem Du ist.

 

Mir fällt es wirklich schwer, viele Formen des Populismus irgendwie innerlich nachzuvollziehen: Wie kann jemand allen Ernstes etwa Trump, Orbán oder die AfD wählen? Selbstkritisch muss ich aber sagen, dass es in dem weltoffenen, liberalen „Mainstream“ – zu dem wir als Akademie gehören – blinde Flecken gibt. Dass sich viele Menschen in ihm nicht wiederfinden: „Do you hear me now?“ (Kannst du mich JETZT hören?) „Man wird ja wohl noch einmal sagen dürfen.“ Ja, „wir“ müssen als Gesellschaft wieder lernen, offen mit Andersdenkenden zu streiten. Das Problem des gegenwärtigen Populismus ist aber gerade, dass er genau dieses verhindert. Er beansprucht zu definieren, wer oder was wirklich amerikanisch, ungarisch oder deutsch ist: „Wir – und nur wir – sind das Volk!“ Womit wir beim gefährdeten „Wir“ sind.

 

Diese Haltung zerstört die Grundlagen demokratischer Streitkultur: Lügen werden zu alternativen Fakten, kritischer Qualitätsjournalismus wird dagegen zur Lügenpresse, Justiz und Wissenschaft werden diskreditiert, wenn die Ergebnisse nicht passen. Wie kann man da noch streiten?

 

„Man wird ja wohl noch einmal sagen dürfen.“ Ja, das darf ich. Selbst wenn es der größte Unsinn ist oder einfach nur der Mehrheit nicht gefällt. Das gehört zu meinen urdemokratischen Freiheitsrechten. Aber das gleiche Recht haben auch die anderen. Und ich habe eben keinen Anspruch, dass mir nicht widersprochen wird. Und meine Meinungsfreiheit endet, wo ich andere einzelne Menschen oder Gruppen diffamiere – oder die Streitkultur bewusst zerstöre.

 

Bleibt die Frage, was der christliche Glaube mit dem gefährdeten „Wir“ zu tun hat. Ich glaube, dass es in der ganzen Geschichte von Jesus Christus darum geht – die Grundlegung und Entdeckung eines neuen „Wir“: Am Anfang seines Weges lässt er sich taufen. Steigt hinab in den Jordan, in den gleichen Sündenpfuhl mit allen anderen. Ganz anders als Johannes, der Täufer, der das überhaupt nicht versteht. Der lebt als Asket von Heuschrecken und wildem Honig – und in radikaler Distanz zur verkommenen Welt. In der Wüste widersteht Jesus dreimal der Versuchung, dass er allein ganz für sich der eine und einzige Sohn Gottes ist. „Bist du Gottes Sohn, so mach Steine zu Brot, herrsche allein über die Welt, spring von den Zinnen.“

 

Auffälligerweise kommen in den Einflüsterungen des Teufels die anderen niemals vor. Er sammelt Menschen um sich, die für einen frommen Wanderrabbiner seiner Zeit höchst suspekt und anrüchig sein sollten: Fischer, einfache Leute, selbst korrupte Zöllner – und viele Frauen. „Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen.“ (Lk 15,2) Für seine frommen Gegner ist er „ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder“ (Lk 7,34).

 

Konsequent übertritt er alle Gebote, die Menschen trennen und Leben behindern: Er heilt am Sabbat, verteidigt eine Ehebrecherin, lernt von der kanaanäischen Frau, dass auch Heiden wie wir ihn brauchen. Und er erzählt einfache, eindrückliche Geschichten, die genau davon handeln: von verlorenen Schafen, Groschen und Söhnen. Von Ersten, die die Letzten sein werden. Von einem Weltgericht, das alle Maßstäbe auf den Kopf stellt.

 

Am Ende seines Weges wird er noch ein letztes Mal gemeinsam essen – mit seinen Freunden, von denen er weiß, dass sie ihn alle verlassen, verleugnen, verraten werden. Er wird sich von Judas küssen und von den Römern hinrichten lassen. Festgenagelt in der Gemeinschaft der Schächer. Solidarisch mit jedem, selbst seinen Feinden. Bis zum letzten Moment, als er in seiner radikalen Liebe zu den Menschen nicht nur sein Leben, sondern auch Gott verliert: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mk 15,34) Und dann, erst dann erfüllt sich, womit der Teufel ihn verlocken wollte: „Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen.“ (Mk 15,39) Und es entspricht der Geschichte seines Lebens, dass die Pointe des Evangeliums von einem römischen Hauptmann ausgesprochen wird. Dem Feind unter seinem Kreuz.

 

Deshalb ist für mich als Christ nicht denkbar, Menschen oder Gruppen auszugrenzen: weil Gott für uns nicht ohne die Menschen zu haben ist. „Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, der kann nicht Gott lieben, den er nicht sieht.“ (1. Joh 4,20) Es gibt das „Wir“ mit Christus nicht ohne das „Wir“ der anderen. Bis hin zum Preis der eigenen religiösen Rechtgläubigkeit. Das ist das Wunder von Pfingsten: „Parther und Meder und Elamiter und die da wohnen in Mesopotamien, Judäa und Kappadozien, Pontus und der Provinz Asia, Phrygien und Pamphylien, Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen und Römer, die bei uns wohnen, Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unsern Sprachen die großen Taten Gottes verkünden.“ (Apg 2,9–11) Und zu der Gemeinschaft kann dann auch ich wirklich dazugehören. Selbst als „Beutehesse“.

 

Quelle: Dr. Thorsten Latze, Theologischer Impuls 58

 

 https://www.evangelische-akademie.de/aktuelles/glauben-denken/#slice-2426

 

Wir gehören doch dazu, Sie und ich und alle, die das wollen. Darum lassen Sie uns Lichter entzünden für jeden, der dazu gehören will und auch für jeden, der außen steht.

 

Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt.

 

Oft haben wir Angst, dann ist es dunkel um uns. Es ist dunkel um uns, wenn andere uns Unrecht tun, wenn niemand uns verstehen will.

 

Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt.

 

Es ist dunkel um uns, wenn alles, was wir anfangen, misslingt, wenn wir Angst davor haben, beschimpft und bestraft zu werden.

 

Jesus ist das Licht, das uns den Weg aus der Dunkelheit führt. Wir müssen uns vor nichts fürchten, denn er kennt uns und versteht uns.

 

Mache dich auf und werde licht, denn dein Licht kommt.

 

Und so wollen wir Lichter entzünden, für alle und für uns.

 

Seligpreisungen als Fürbitte

 

Selig, die das Interesse des anderen lieben wie ihr eigenes; Denn sie werden Frieden und Einheit stiften.

 

Selig, die immer bereit sind, den ersten Schritt zu tun; Denn sie werden entdecken, dass der andere viel offener ist, als er es zeigen konnte.

 

Selig, die nie sagen: Jetzt ist Schluss! Denn sie werden den neuen Anfang finden.

 

Selig, die erst hören und dann reden; Denn man wird ihnen zuhören.

 

Selig, die das Körnchen Wahrheit in jedem Diskussionsbeitrag heraushören; Denn sie werden integrieren und vermitteln können.

 

Selig, die ihre Position nie ausnützen; Denn sie werden geachtet werden.

 

Selig, die nie beleidigt und enttäuscht sind; Denn sie werden das Klima prägen.

 

Selig, die unterliegen und verlieren können; Denn der Herr kann dann gewinnen.

 

Vater Unser

 

EG+ 33, 5+6 Gott, dein guter Segen

 

5.) Gott, dein guter Segen ist wie ein Mantelkleid das mich wärmt und beschützt, in der kalten Zeit. Guter Gott ich bitte dich: tröste und umsorge mich. lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit. |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit.:|

 

6.) Gott, dein guter Segen ist wie ein weiches Nest, danke Gott weil du mich heute leben lässt. Guter Gott ich danke dir, deinen Segen schenkst du mir und ich kann in deinem Segen leben und ihn weitergeben. Du bleibst bei uns alle Zeit |: segnest uns, segnest uns, denn der Weg ist weit:|

 

Unser Abendgebet steige auf zu dir Herr, und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen. Dein ist der Tag und dein ist die Nacht. Lass, wenn des Tages Schein vergeht, das Licht deiner Wahrheit uns leuchten. Geleite uns zur Ruhe der Nacht und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.

 

Und so segne und behüte uns der friedliebende und warmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen

Mai 2020

Begrüßung

 

Wir kommen zusammen zur Friedensandacht im Geist oder im Angesicht, aber immer im Namen Gottes, der uns behütet am Tag und in der Nacht, an den Ausgängen und Eingängen unseres Lebens, im Namen Jesu Christi, der unsere Ängste und Schmerzen kennt, ja, sie selbst erlitten hat, im Namen des Heiligen Geistes, der uns tröstet und uns Mut macht zur Gemeinschaft der Heiligen. Amen

 

EG+33, 1+2 Gott, dein guter Segen

 

1.) Gott dein guter Segen, ist wie ein großes Zelt, hoch und weit, fest gespannt, über unsre Welt. Guter Gott ich bitte dich: schütze und bewahre mich, lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit, |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit:|

 

2.) Gott dein guter Segen ist wie ein helles Licht leuchtet weit, alle Zeit, in der Finsternis. Guter Gott, ich bitte dich: leuchte und erhelle mich, lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit. |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit.:|

 

Monatslosung für Mai: 1.Petr 4,10

 

Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:

 

EG 473, 1+4 Mein schönste Zier

 

1. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid in meinem Herzen halten.

 

4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden. Lass doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden.

 

Meditation

 

Berlin (epd). Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, warnt vor gravierenden seelischen Folgen der Kontaktverbote in Pflegeheimen und Krankenhäusern wegen der Corona-Krise. Eine menschenfreundliche und würdevolle Kultur des Sterbens, des Todes und der Trauer werde durch die Pandemie und die Maßnahmen zu deren Eindämmung massiv in Mitleidenschaft gezogen. "Das 'social distancing' betrifft - verletzt - die Art, wie Menschen sterben und dann aus dem Leben verabschiedet werden."

 

Sterbende, hochbetagte und durch Demenz beeinträchtigte Menschen bräuchten menschliche Nähe, Zugewandtheit und freundliche Berührung, schrieb Claussen. Unter Corona-Bedingungen sei eine sorgsame Sterbebegleitung kaum oder gar nicht möglich. Sowohl die Besuchsverbote als auch die Einschränkungen bei Beerdigungen seien für die Betroffenen sehr schmerzhaft. "Vieles wird sich nachholen lassen, wenn die Lage sich entspannt hat, dies jedoch nicht", betonte der EKD-Kulturbeauftragte.

 

Natürlich gebe es gute Gründe für die Kontaktverbote. Es gebe aber auch "sehr gute Gründe, hier über einen schrittweisen Ausstieg aus dem Ausstieg nachzudenken. Denn oft lassen sich die Schäden, die durch die bittere Medizin der Quarantäne angerichtet werden, später nicht mehr wiedergutmachen". Ihm stelle sich die Frage, "ob wir nicht auf dem Weg sind, Hochrisiko-Patienten zu Tode zu retten".

 

Der Beauftragte sprach sich zudem für eine "neue gesellschaftliche Verständigung über Leben und Tod" aus. Wenn mehr Besuche und eine Sterbebegleitung ermöglicht werden sollten, "müssen wir auch - in Maßen - das Risiko akzeptieren, dass mehr hochbetagte Menschen in Pflegeeinrichtungen sterben", schrieb er. (Bis hierher der EPD Text. Die folgenden Worte sind von Dirk Kroker)

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

manch einer, der mit seinen guten Gaben gerne helfen würde, wird ausgebremst. In beinahe allen Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und auch in Kirchengemeinden gibt es ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die gerne helfen, die gerne besuchen würden. Stattdessen werden auch sie, weil sie meist irgendeiner Risikogruppe angehören, in die eigene Isolation geschickt. Ist das wirklich hilfreich? Ist das wirklich gut für ein friedliches und liebevolles Zusammenleben? Machen wir nicht gerade an dieser Stelle manches falsch?

 

Aber wie machen wir es richtig? Ehrlich ich weiß es nicht. Aber ich nehme mir die Freiheit, mit Menschen zu reden. Und wenn ich jeden Tag nur einen anrufe. Ein bisschen Kontakt halten, sich mal bei den Menschen melden, die man lange nicht mehr angerufen hat, vielleicht mal eine Postkarte oder einen Brief schreiben. Wenn Sie darüber nachdenken, was das mit Ihnen macht, dann wird Ihnen sicherlich auch klar, was es mit jemand anderem macht.

 

Aber bevor Sie das tun, lassen Sie uns mit der entsprechenden Vorsicht ein Licht anzünden:

 

Mache dich auf und werde licht,

 

denn dein Licht kommt.

 

Oft haben wir Angst,

 

dann ist es dunkel um uns.

 

Es ist dunkel um uns,

 

wenn andere uns Unrecht tun,

 

wenn niemand uns verstehen will

 

Mache dich auf und werde licht,

 

denn dein Licht kommt.

 

Es ist dunkel um uns,

 

wenn alles, was wir anfangen, misslingt,

 

wenn wir Angst davor haben,

 

beschimpft und bestraft zu werden.

 

Jesus ist das Licht, das uns den Weg aus der Dunkelheit führt.

 

Wir müssen uns vor nichts fürchten,

 

denn er kennt uns und versteht uns.

 

Mache dich auf und werde licht,

 

denn dein Licht kommt.

 

Und so wollen wir Lichter entzünden, für alle und für uns.

 

Wir lesen die Seligpreisungen im Kreis stehend reihum

 

Selig, die das Interesse des anderen lieben wie ihr eigenes; Denn sie werden Frieden und Einheit stiften.

 

Selig, die immer bereit sind, den ersten Schritt zu tun; Denn sie werden entdecken, dass der andere viel offener ist, als er es zeigen konnte.

 

Selig, die nie sagen: Jetzt ist Schluss! Denn sie werden den neuen Anfang finden.

 

Selig, die erst hören und dann reden; Denn man wird ihnen zuhören.

 

Selig, die das Körnchen Wahrheit in jedem Diskussionsbeitrag heraushören; Denn sie werden integrieren und vermitteln können.

 

Selig, die ihre Position nie ausnützen; Denn sie werden geachtet werden.

 

Selig, die nie beleidigt und enttäuscht sind; Denn sie werden das Klima prägen.

 

Selig, die unterliegen und verlieren können; Denn der Herr kann dann gewinnen.

 

Vater Unser

 

EG+ 33, 5+6 Gott, dein guter Segen

 

5.) Gott dein guter Segen ist wie ein Mantelkleid das mich wärmt und beschützt, in der kalten Zeit. Guter Gott ich bitte dich: tröste und umsorge mich. lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit. |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit.:|

 

6.) Gott dein guter Segen ist wie ein weiches Nest, danke Gott weil du mich heute leben lässt. Guter Gott ich danke dir, deinen Segen schenkst du mir und ich kann in deinem Segen leben und ihn weitergeben. Du bleibst bei uns alle Zeit |: segnest uns, segnest uns, denn der Weg ist weit:|

Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr, und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen. Dein ist der Tag und dein ist die Nacht. Lass, wenn des Tages Schein vergeht, das Licht deiner Wahrheit uns leuchten. Geleite uns zur Ruhe der Nacht und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.

 

Und so segne und behüte uns der friedliebende und warmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen