Mai 2020

Begrüßung

 

Wir kommen zusammen zur Friedensandacht im Geist oder im Angesicht, aber immer im Namen Gottes, der uns behütet am Tag und in der Nacht, an den Ausgängen und Eingängen unseres Lebens, im Namen Jesu Christi, der unsere Ängste und Schmerzen kennt, ja, sie selbst erlitten hat, im Namen des Heiligen Geistes, der uns tröstet und uns Mut macht zur Gemeinschaft der Heiligen. Amen

 

EG+33, 1+2 Gott, dein guter Segen

 

1.) Gott dein guter Segen, ist wie ein großes Zelt, hoch und weit, fest gespannt, über unsre Welt. Guter Gott ich bitte dich: schütze und bewahre mich, lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit, |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit:|

 

2.) Gott dein guter Segen ist wie ein helles Licht leuchtet weit, alle Zeit, in der Finsternis. Guter Gott, ich bitte dich: leuchte und erhelle mich, lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit. |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit.:|

 

Monatslosung für Mai: 1.Petr 4,10

 

Und dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes:

 

EG 473, 1+4 Mein schönste Zier

 

1. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten und allezeit in Lieb und Leid in meinem Herzen halten.

 

4. Der Tag nimmt ab. Ach schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden. Lass doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden.

 

Meditation

 

Berlin (epd). Der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Johann Hinrich Claussen, warnt vor gravierenden seelischen Folgen der Kontaktverbote in Pflegeheimen und Krankenhäusern wegen der Corona-Krise. Eine menschenfreundliche und würdevolle Kultur des Sterbens, des Todes und der Trauer werde durch die Pandemie und die Maßnahmen zu deren Eindämmung massiv in Mitleidenschaft gezogen. "Das 'social distancing' betrifft - verletzt - die Art, wie Menschen sterben und dann aus dem Leben verabschiedet werden."

 

Sterbende, hochbetagte und durch Demenz beeinträchtigte Menschen bräuchten menschliche Nähe, Zugewandtheit und freundliche Berührung, schrieb Claussen. Unter Corona-Bedingungen sei eine sorgsame Sterbebegleitung kaum oder gar nicht möglich. Sowohl die Besuchsverbote als auch die Einschränkungen bei Beerdigungen seien für die Betroffenen sehr schmerzhaft. "Vieles wird sich nachholen lassen, wenn die Lage sich entspannt hat, dies jedoch nicht", betonte der EKD-Kulturbeauftragte.

 

Natürlich gebe es gute Gründe für die Kontaktverbote. Es gebe aber auch "sehr gute Gründe, hier über einen schrittweisen Ausstieg aus dem Ausstieg nachzudenken. Denn oft lassen sich die Schäden, die durch die bittere Medizin der Quarantäne angerichtet werden, später nicht mehr wiedergutmachen". Ihm stelle sich die Frage, "ob wir nicht auf dem Weg sind, Hochrisiko-Patienten zu Tode zu retten".

 

Der Beauftragte sprach sich zudem für eine "neue gesellschaftliche Verständigung über Leben und Tod" aus. Wenn mehr Besuche und eine Sterbebegleitung ermöglicht werden sollten, "müssen wir auch - in Maßen - das Risiko akzeptieren, dass mehr hochbetagte Menschen in Pflegeeinrichtungen sterben", schrieb er. (Bis hierher der EPD Text. Die folgenden Worte sind von Dirk Kroker)

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

manch einer, der mit seinen guten Gaben gerne helfen würde, wird ausgebremst. In beinahe allen Alten- und Pflegeheimen, in Krankenhäusern und auch in Kirchengemeinden gibt es ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die gerne helfen, die gerne besuchen würden. Stattdessen werden auch sie, weil sie meist irgendeiner Risikogruppe angehören, in die eigene Isolation geschickt. Ist das wirklich hilfreich? Ist das wirklich gut für ein friedliches und liebevolles Zusammenleben? Machen wir nicht gerade an dieser Stelle manches falsch?

 

Aber wie machen wir es richtig? Ehrlich ich weiß es nicht. Aber ich nehme mir die Freiheit, mit Menschen zu reden. Und wenn ich jeden Tag nur einen anrufe. Ein bisschen Kontakt halten, sich mal bei den Menschen melden, die man lange nicht mehr angerufen hat, vielleicht mal eine Postkarte oder einen Brief schreiben. Wenn Sie darüber nachdenken, was das mit Ihnen macht, dann wird Ihnen sicherlich auch klar, was es mit jemand anderem macht.

 

Aber bevor Sie das tun, lassen Sie uns mit der entsprechenden Vorsicht ein Licht anzünden:

 

Mache dich auf und werde licht,

 

denn dein Licht kommt.

 

Oft haben wir Angst,

 

dann ist es dunkel um uns.

 

Es ist dunkel um uns,

 

wenn andere uns Unrecht tun,

 

wenn niemand uns verstehen will

 

Mache dich auf und werde licht,

 

denn dein Licht kommt.

 

Es ist dunkel um uns,

 

wenn alles, was wir anfangen, misslingt,

 

wenn wir Angst davor haben,

 

beschimpft und bestraft zu werden.

 

Jesus ist das Licht, das uns den Weg aus der Dunkelheit führt.

 

Wir müssen uns vor nichts fürchten,

 

denn er kennt uns und versteht uns.

 

Mache dich auf und werde licht,

 

denn dein Licht kommt.

 

Und so wollen wir Lichter entzünden, für alle und für uns.

 

Wir lesen die Seligpreisungen im Kreis stehend reihum

 

Selig, die das Interesse des anderen lieben wie ihr eigenes; Denn sie werden Frieden und Einheit stiften.

 

Selig, die immer bereit sind, den ersten Schritt zu tun; Denn sie werden entdecken, dass der andere viel offener ist, als er es zeigen konnte.

 

Selig, die nie sagen: Jetzt ist Schluss! Denn sie werden den neuen Anfang finden.

 

Selig, die erst hören und dann reden; Denn man wird ihnen zuhören.

 

Selig, die das Körnchen Wahrheit in jedem Diskussionsbeitrag heraushören; Denn sie werden integrieren und vermitteln können.

 

Selig, die ihre Position nie ausnützen; Denn sie werden geachtet werden.

 

Selig, die nie beleidigt und enttäuscht sind; Denn sie werden das Klima prägen.

 

Selig, die unterliegen und verlieren können; Denn der Herr kann dann gewinnen.

 

Vater Unser

 

EG+ 33, 5+6 Gott, dein guter Segen

 

5.) Gott dein guter Segen ist wie ein Mantelkleid das mich wärmt und beschützt, in der kalten Zeit. Guter Gott ich bitte dich: tröste und umsorge mich. lass mich unter deinem Segen leben und ihn weitergeben. Bleibe bei uns alle Zeit. |: segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit.:|

 

6.) Gott dein guter Segen ist wie ein weiches Nest, danke Gott weil du mich heute leben lässt. Guter Gott ich danke dir, deinen Segen schenkst du mir und ich kann in deinem Segen leben und ihn weitergeben. Du bleibst bei uns alle Zeit |: segnest uns, segnest uns, denn der Weg ist weit:|

Unser Abendgebet steige auf zu dir, Herr, und es senke sich auf uns herab dein Erbarmen. Dein ist der Tag und dein ist die Nacht. Lass, wenn des Tages Schein vergeht, das Licht deiner Wahrheit uns leuchten. Geleite uns zur Ruhe der Nacht und vollende dein Werk an uns in Ewigkeit.

 

Und so segne und behüte uns der friedliebende und warmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen