Aus dem Kirchenvorstand

 

Zwei Themenbereiche haben in der letzten Sitzung den Kirchenvorstand beschäftigt, die sich mit den Begriffen Geld und Gottesdienst umschreiben lassen. Der Themenblock Geld war zunächst von der grundsätzlichen Frage nach dem zukünftigen Umgang mit der Ortskirchensteuer diktiert.

Die Landeskirche hat den Kirchengemeinden empfohlen, mit Blick auf die hohen Verwaltungskosten die Ortskirchensteuer ab dem 01. Januar 2018 abzuschaffen. Dieser Vorschlag wurde vom Kirchenkreisvorstand unterstützt. Darüber hinaus wurde die Zusage gegeben, aus dem Haushalt des Kirchenkreises allen Gemeinden, die auf die Ortskirchensteuer verzichten, für die Jahre 2018 und 2019 die Hälfte dieses Betrages ohne weitere Auflagen zur Verfügung zu stellen. Auf dieser Grundlage entschieden wir einstimmig, diesem Weg zu folgen. Das bedeutet, dass in diesem Jahr letztmalig Ortskirchensteuer erhoben wird. Eine entsprechende Mitteilung finden Sie ebenfalls in den nächsten Wochen in den Schaukästen.

Trotzdem bleibt natürlich die Frage, wie wir in Zeiten knapper werdender Mittel auch zukünftig besondere Projekte finanzieren wollen. Nach den positiven Erfahrungen aus dem Jahr 2015 werden wir daher auch in diesem Jahr um ein freiwilliges Kirchgeld bitten. Die dazu gehörigen Schreiben werden Sie kurz nach den Sommerferien in Ihren Briefkästen finden. Wie vor zwei Jahren auch wird es in jedem Dorf ein spezielles Projekt geben, für das die Spenden erbeten werden.

In Niederellenbach soll die Treppe zur Empore überarbeitet werden, um die Gefahr dort auszurutschen, zukünftig zu minimieren.

Sterkelshausen wünscht sich einen barrierefreien Zugang von der Ludwigsecker Straße aus. Die dort vorhandene kleine Treppe soll durch eine Rampe bis zum Kircheneingang ersetzt werden.

Auch in Licherode geht es um eine Treppe. Zur Zeit ist der vordere Zugang zur Kirche gesperrt, da die Stufen sich verschoben haben. Die Treppe soll neu gesetzt werden. Dabei soll eine zusätzliche Stufe eingesetzt werden, damit die Tritthöhe etwas vermindert wird und gerade ältere Menschen es leichter haben, hier hinauf zu kommen.

In Oberellenbach wird die Orgelsanierung im Mittelpunkt stehen. Nachdem die sehr erfolgreiche Arbeit des Förderkreises über 80.000,--€ erbracht hat, (herzlichen Dank auch hier nochmal allen Förderkreismitgliedern und Spendern) die mit Hilfe des Kirchenerhaltungsfonds verdoppelt wurden,  konnte die Innensanierung in Angriff genommen werden. Während ich hier sitze und schreibe, liegen die Pläne für den III. und IV. Bauabschnitt in der Schublade. Im III. Abschnitt ist neben den Arbeiten an der Fassade bis jetzt auch die Sanierung unserer Orgel vorgesehen. Um dieses Projekt mitzutragen, bitten wir an dieser Stelle um Ihre Spende.

Es soll aber auch wieder ein gemeinsames Projekt geben. Wie Sie vermutlich im letzten Gemeindebrief gelesen haben, hat sich der Diakonieausschuss in die Arbeit gestürzt. Verschiedene Themen stehen dabei auf der Agende: zukünftige Organisation von Besuchen, die Diskussion um die Einrichtung von Fahrdiensten bei gemeinsamen Gottesdienste und verschiedenes mehr. Der Kirchenvorstand hat beschlossen, in diesem Jahr diese Arbeit als gemeinsames Projekt vorzuschlagen. Sie sehen, der Bedarf ist da und wir brauchen Ihre Unterstützung.

Im zweiten Teil der Sitzung haben wir uns mit den Gottesdienstbesuchen der Jahre 2012 bis 2016 beschäftigt. Bei Interesse können Sie die Zahlen bei mir einsehen. Als Konsequenz daraus wurden drei Beschlüsse gefasst:

1. Die späten Abendgottesdienste in den Monaten November und Dezember wurden gestrichen. Das hat zu ein paar Verschiebungen geführt. Bitte achten Sie deshalb immer auf den Gottesdienstplan hier und in den Alheimer Nachrichten.

2. Am Buß – und Bettag wird es in diesem Jahr wieder vier Gottesdienste geben.

3. Die Christmette wurde um eine halbe Stunde auf 22:30 Uhr vorverlegt.

Aber die schwierigste Frage war der Umgang mit den Gottesdiensten am Totensonntag. Um hier entscheiden zu können, benötigen wir dringend Ihre Hilfe. Zur Debatte stehen vier unterschiedliche Modelle:

1. Zwei Gottesdienste am Vormittag, zwei am Nachmittag z.B.14:00 Uhr und 16:00 Uhr, damit Pfarrer Kroker alle selber halten kann, da er die Trauerfamilien zumeist selbst begleitet hat.

2. Wie in den letzten Jahren zwei Gottesdienste am Vormittag und zwei abends, Begründung wie oben.

3. Zwei Gottesdienste am Samstagabend und zwei am Sonntagvormittag. Auch dafür gilt das oben beschriebene.

4. Mit Rücksicht auf die Trauerfamilien, die nach dem Gottesdienst den Friedhof besuchen und dann mit diesem Tag abschließen können, alle vier Gottesdienste am Vormittag, also zwei um 09:30 Uhr und zwei um 10:45 Uhr. Das bedeutet neben Pfarrer Kroker einen weiteren Liturgen, der zwei Gottesdienste übernimmt.

Den Umfragezettel finden Sie im Gemeindebrief, in den Kirchen und im Pfarrhaus. Bitte beteiligen Sie sich zahlreich an dieser Umfrage, damit das Ergebnis uns die Hilfe gibt, einen tragfähigen Beschluss zu fassen. Sie können die Zettel ausgefüllt im Pfarramt oder bei einem Mitglied des Kirchenvorstandes bis spätestens am 30. Juni abgeben. Danach werden die Bögen ausgewertet und der KV trifft seine Entscheidung auf Basis dieser Umfrage. Herzlichen Dank für Ihre Beteiligung.

Pfarrer Dirk Kroker