Bericht aus dem Kirchenvorstand - Februar 2015


3 Jahre Johanneskirchengemeinde Alheim

Es ist bereits 3 Jahre (01.01.2012) her, dass aus 4 Kirchengemeinden Eine wurde. Für den Kirchenvorstand war dies Anlass, sich im Rahmen eines Wochenendworkshops am 24./25.01.2015 mit einem Rückblick, einem Ausblick und zukünftigen Zielen zu beschäftigen.

 

In Gruppenarbeiten ging es zunächst um die Frage, was war/ist gut?

Die Teilnehmer/innen stellten fest, dass es gelungen ist, die gemeinsamen Aktivitäten deutlich auszubauen. Dies betrifft zunächst den Ausbau und eine bessere Vernetzung der Kigo-Arbeit und gilt für die Arbeit im Frauenkreis, für Gottesdienste, Andachten sowie  Gemeindeveranstaltungen. Positiv bewertet wurden auch die von Pfarrer Dirk Kroker initiierten Angebote wie Gitarrenkreis, Männer- und Pilgergruppe, Glaubenskurse sowie Form und Umfang der gemeindlichen Seelsorge.

Auch der Medienauftritt wurde als sehr gelungen betrachtet: Gemeindebrief und Internet-Auftritt präsentieren unsere Gemeinde in neuer Qualität und Aktualität.

Die Zusammenarbeit im Kirchenvorstand und mit Pfarrer Dirk Kroker ist durch ein gutes Miteinander und durch zukunftsorientiertes Handeln gekennzeichnet.

 

Wo gab/gibt es Probleme?

Obwohl die Jugendarbeit neu belebt wurde, konzentriert sie sich im Wesentlichen nur auf Oberellenbach. Wünschenswert wäre ein Ausbau auf alle 4 Orte.

Bei der Sanierung kirchlicher Gebäude wurden zwar Fortschritte erzielt, es bleibt aber noch viel zu tun. Dies gilt angesichts zurückgehender Mitgliederzahlen  auch für die Zukunft der Pfarrstelle und des Pfarrhauses.

Die Zusammenarbeit im Kirchenvorstand und den Ortskirchenausschüssen soll weiter gestärkt, die kirchlichen Info-Kästen sollen aktueller gestaltet werden.

 

Was wollen wir in den nächsten Jahren erreichen?

Der Prozess des Zusammenwachsens zu einer Gemeinde soll durch ortsübergreifende Veranstaltungen, Gottesdienste und Gemeindefahrten weiter ausgebaut werden.

Schön wäre es auch, wenn die Bereitschaft zur Mitarbeit in den Ortskirchenausschüssen noch stärker ausgeprägt wäre. Zurzeit lastet zu viel Arbeit und Verantwortung auf zu wenig Schultern.

Mit Blick auf die Zukunft der Pfarrstelle wird es als wichtig angesehen, über die Grenzen der Johanneskirchengemeinde hinaus über neue Strukturen und Kooperationen nachzudenken.

 

Gottesdienstbesuch

 

Unsere wöchentlichen Gottesdienste werden in der Mehrzahl gut angenommen. Sie sollen den Mittelpunkt unseres Gemeindelebens bilden. Es gibt leider aber auch Gottesdienste mit (zu) geringem Besuch. Dies muss beobachtet und zu gegebener Zeit bewertet werden.

 

Gespannt ist der Kirchenvorstand, wie der seit Anfang dieses Jahres praktizierte wöchentliche

Wechsel zwischen Vormittags- und Abendgottesdienst angenommen wird? Auch hier gilt es, Erfahrungen zu sammeln.

Pfarrer Dirk Kroker und Kirchenvorstand sind für diesbezügliche Anregungen aus der Gemeinde jederzeit offen und dankbar.

 

Reinhard Kerst

 

 

Gottesdienstablauf und Liturgie

 

Im 2. Teil des Workshops ging es um die Frage, ob für alle 4 Orte ein einheitlicher Gottesdienstablauf mit einer veränderten Liturgie erreicht werden kann?

Diese Frage beschäftigt unsere Gemeindeglieder und wird in Gesprächen mit Pfarrer Kroker  oder Mitgliedern des Kirchenvorstands immer wieder angesprochen.

Zwischen dem Kirchenvorstand und Pfarrer Kroker fand ein engagierter Austausch statt. Folgende Überlegungen werden zur Abstimmung in die nächste Kirchenvorstandssitzung eingebracht. Vorbehaltlich der Zustimmung des Kirchenvorstands sind dies:

  • Die „Bitte um den Heiligen Geist“ nach dem Orgelvorspiel (bisher Lied 156) soll der Kirchenjahreszeit entsprechen erfolgen z.B. im Advent mit Lied 1, 5 „Komm,o mein Heiland Jesus Christ.“ Weitere Vorschläge werden erarbeitet und dem Kirchenvorstand vorgestellt

  • Das „Ehr' sei dem Vater und dem Sohn“ nach dem Psalm bleibt unverändert

  • Der sich anschließende Bittruf „Herre Gott erbarme dich“ wird durch Lied 178.9 „Kyrie eleison“ ausgetauscht

  • Der Lobpreis „Ehre sei Gott in der Höhe“ durch Lied 566 „Gloria in excelsis deo“ ersetzt. Während der Fastenzeiten Passion und Advent entfällt der Lobpreis

  • Das „Halleluja“ nach der Schriftlesung wird durch Lied 182, 1 abgelöst

  • Die Antwort „Gott sei Lob und Dank“ nach der Aufforderung „Gehet hin im Frieden des Herrn“ vor dem Segen wird in allen 4 Orten in den Gottesdienstablauf aufgenommen

  • Nachdem der Segen gespendet wurde, verlässt der/die LiturgIn die Kirche. Die Gemeinde folgt zu den Klängen des Orgelnachspiels.

    Wir haben darauf geachtet sowohl Traditionen zu bewahren, als auch dem Wunsch nach Aktualisierung gerecht zu werden. Es ist uns deutlich bewusst, dass wir uns hier auf schwierigem Gebiet bewegen. Interessierte Gemeindeglieder können bis 08.03. Nachfragen, Anmerkungen oder Anregungen an den Kirchenvorstand oder Pfarrer Kroker richten.

     

    Jochen Kießling


Gruppenfoto anlässlich KV-Workshop  24./25.01.2015 im Knüll.
Die auf dem Tisch liegenden „Ideenkarten“ wurden symbolisch zu einem „Kreuz“ geordnet.